Teil eines Werkes 
6. Theil (1824)
Entstehung
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ein beſonderes Gemach geſperrt, deſſen Schluͤſſel Duncan zu ſich nahm. 8

In der Stille der Nacht aber ſtand Frau Butler auf, mit dem Entſchluſſe, das Schick⸗ ſal, das ihrem Verwandten drohte, abzuwen⸗ den, oder wenigſtens zu verſchieben, zumahl wenn ſie in der Unterredung mit ihm nur einige Hoffnung gewaͤnne, daß er zu einer beſſern Ge⸗ muͤthſtimmung gebracht werden koͤnnte. Sie nahm den Hauptſchluͤſſel, der jede Thuͤre im Hauſe öͤffnete, und in der ſtillen Mitternacht ſtand ſie vor dem erſtaunten Wilden, als er, veſt geſchnuͤrt mit Stricken, wie ein zur Schlacht⸗ bank beſtimmtes Schaf, auf einem Haufen Werg in einer Ecke der Kammer lag. Verge⸗ bens ſuchte Johanna in ſeinem gebraͤunten, ver⸗ rußten, von zottigen ſchwarzen Haaren verdun⸗ kelten Geſichte einen Zug aufzufinden, der an ſeine ſchoͤnen Aeltern haͤtte erinnern koͤnnen. Aber wie konnte ſie ihr Mitleid einem ſo jun⸗ gen und ſo ungluͤcklichen Menſchen verſagen, der ungluͤcklicher war, als er ſelber wiſſen konnte, da die Blutſchuld, die er wahrſcheinlich mit eig⸗ ner Hand auf ſich geladen, oder woran er doch auf jeden Fall Theil hatte, ihn zum Vater⸗