Teil eines Werkes 
6. Theil (1824)
Entstehung
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ſie wird mir das Lob geben, daß ich das Blut eines wackern Mannes ſchnell und gut zu raͤchen verſtehe.

Dieß war die Aeußerung eines Mannes, der an die alten hochlaͤndiſchen Sitten zu ſehr gewoͤhnt war, als daß ihn der Ausgang eines ſolchen Ge⸗ fechtes in Verwunderung geſetzt, oder bewegt haͤtte.

Wir wollen nicht verſuchen, den ganz entge⸗ gengeſetzten Eindruck zu ſchildern, den dieſes un⸗ vorhergeſehene Ungluͤck auf Euphemia machte, als der blutige Leichnam ihres Gemahls in's Haus gebracht wurde, wo ſie ihn geſund wieder⸗ zuſehen erwartet hatte. Sie vergaß alles, nur nicht, daß er der Geliebte ihrer Jugend geweſen war, und welche Fehler er auch in den Augen der Welt haben mochte, gegen ſie hatte er ſich doch nur ſolcher Vergehungen ſchuldig gemacht, die aus einer ungleichen Gemuͤthſtimmung her⸗ vorgingen, welche die Folge einer ungemein ſchwie⸗ rigen Lage war. Bei dem erſten Ausbruche ih⸗ res Schmerzes uͤberließ ſie ſich der natuͤrlichen Reizbarkeit ihres Gemuͤthes; ein Wehausruf folgte dem andern, Ohnmacht auf Ohnmacht. Nur die ganze Wachlamkeit der liebevollen Schwe⸗