Teil eines Werkes 
6. Theil (1824)
Entstehung
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denken; aber ihr Gewiſſen war rein, und uͤber⸗ dieß wurde ſie von vielen wirthſchaftlichen Sorgen ungewöoͤhnlicher Art belaͤſtigt, welche in Verbin⸗ dung mit dem lebhaften Verlangen, Butler nach einer ungewoͤhnlich langen Abweſenheit wiederzu⸗ ſehen, den innigen Wunſch in ihr erweckten, die Reiſenden ſo bald als möglich ankommen zu ſe⸗ hen. Und warum ſollte ich die Wahrheit ver⸗ hehlen? Von Zeit zu Zeit fuhr ihr auch der Gedanke durch den Kopf, daß ihre Prunkmahl⸗ zeit nun ſchon zwei Tage lang aufgeſchoben war, und wie wenige Gerichte, nach allen Bemuͤhun⸗ gen, die ihre einfache Kochkunſt darauf gewendet hatte, anſtaͤndiger Weiſe am dritten Tage er⸗ ſcheinen konnten. Was ſollte ſie nun mit dem Uebrigen machen? In Hinſicht auf dieſen letz⸗ ten Umſtand aber konnte ſie ſich die Muͤhe wei⸗ terer Ueberlegung erſparen, als ploͤtzlich der Schlof⸗ hauptmann mit einem halben Dutzend ruͤſtiger Geſellen, die nach hochlaͤndiſcher Sitte gekleidet und bewaffnet waren, hereintrat.

Guten Morgen. gnaͤdige Frau, und verhoffe das Vergnuͤgen zu haben, Hochdieſelben bei guter Geſundheit zu ſehen. Guten Morgen, gute Frau Butler! Ihr wollet ſo gut ſein, dieſen