Teil eines Werkes 
6. Theil (1824)
Entstehung
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bens entgegen geſehen. Der Aufenthalt der Rei⸗ ſenden in Calder hatte dieſe Vereitelung verurſacht, und die Bewohnerinnen des Pfarrhauſes zweifel⸗ ten beinahe, ob die Erwarteten auch an dieſem Tage eintreffen wuͤrden. Fuͤr Euphemia war die gehoffte Verzoͤgerung eine kurze Gnadenfriſt, denn ſie fuͤrchtete die Qual, welcher ſich ihres Mannes Stolz unterwerfen mußte, wenn er mit einer Schwaͤgerinn zuſammen traf, der ſeine ganze ungluͤckliche und entehrende Geſchichte ſo genau bekannt war. Sie wußte ja, daß trotz des Zwan⸗

ges, den er ſeinen Gefuͤhlen vor den Leuten auf⸗

legte, ſie ſelber verurtheilt war, zu ſehen, wie ſich dieſe Regungen in aller Heftigkeit Luft mach⸗ ten, wenn er allein war, wie ſie ſeine Geſund⸗ heit untergruben, ſein Gemuͤth verſtimmten und ihn zu einem Gegenſtande der Furcht, wie des Mitleids machten. Sie ermahnte ihre Schweſter immer noch einmahl, kein Zeichen von Wieder⸗ erkennung zu verrathen, ſondern ihn durchaus wie einen Fremden zu empfangen, und immer noch einmahl erneuerte Johanna das Verſprechen, dieſen Wuͤnſchen nachzukommen.

Auch Johanna konnte nicht ohne Unruhe an die Peinlichkeit der bevorſtehenden Zuſammenkunft

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