Teil eines Werkes 
6. Theil (1824)
Entstehung
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wunderbare Veraͤnderung in ihrer Lage hervor⸗ gebracht und ſie von Schande, von Kummer und faſt von Verzweiflung zu Ehre, Freude und einer heitern Ausſicht auf eine gluͤckliche Zukunft

gefuͤhrt hatten, regte ſich ein Gefuͤhl in ihrer

Bruſt, das ihr Thraͤnen in die Augen lockte. Aber ihre Thraͤnen floſſen auch aus einer an⸗ dern Quelle. Wie Menſchengluͤck nie vollkom⸗ men iſt, und wohlgeſinnte Gemuͤther die Be⸗ draͤngniſſe ihrer Geliebten nie tiefer fuͤhlen, als wenn ihre eigene Lage einen Gegenſatz damit bil⸗ det, ſo wandte ſich auch Johanna's zaͤrtliche Be⸗ kuͤmmerniß zu dem Schickſale ihrer armen Schwe⸗ ſter, dem Kinde ſo vieler Hoffnungen, dem ge⸗ liebten Pfleglinge ſo vieler Jahre, zu ihr, die nun verbannt, und, ſchlimmer noch, von dem Willen eines Mannes abhaͤngig war, von deſſen Sitten Johanna mit Recht die unguͤnſtigſte Meinung hegen zu muͤſſen glaubte, und der ſelbſt bei den ſtaͤrkſten Regungen des innern Vorwurfes den Gefuͤhlen wahrer Reue zu fremd geweſen zu ſein ſchien.

Waͤhrend dieſe ſchwermuͤthigen Betrachtun⸗ gen ihre Gedanken beſchaͤftigten, ſchien eine dunkle Geſtalt aus dem Gebuͤſche zu ihrer Rech⸗