Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Geiſtlicher ſey, den Frieden zu erhalten. Angus erbot ſich zu gleicher Zeit, ſich aus der Stadt zuruͤckzuziehen, wenn man ihm und ſeinen Freunden erlauben wuͤrde, dieß in Si⸗ cherheit zu thun. Der Kanzler hatte bereits eine Ruͤſtung an⸗ gelegt, die er unter ſeinem Chorrocke oder Biſchofsgewande trug. Als er ſeine Hand an ſeine Bruſt legte und ſagte, bei meinem Gewiſſen, ich kann das, was geſchehen ſoll, nicht hindern, hoͤrte man den Panzer, den er trug, klirren. Ha, Mylord, ſagte der Graf von Dunkeld,mir ſcheint es, euer Gewiſſen klappert! Nach dieſem Verweiſe eilte er zu ſeinem Neffen, dem Grafen von Angus, zuruͤck, und for⸗ derte ihn auf, ſich als Mann zu vertheidigen.Was mich betrifft, ſagte er,ſo will ich in mein Zimmer gehen und fuͤr euch beten.

Angus verſammelte ſeine Anhaͤnger um ſich, und beeilte ſich, als kluger Krieger, die hohe Straße(High Street) zu beſetzen. Die Einwohner waren ſeine Freunde, und denen von den Douglas, welche keine Speere hatten, wurden ſolche gereicht, was ein großer Vortheil war, da die Hamiltonen keine laͤngere Waffen, als ihre Schwerter, hatten.

Inzwiſchen rieth Sir Patrick Hamilton, ein verſtaͤndiger und gemaͤßigter Mann, der Bruder des Grafen von Arran, ſeinem Bruder dringend, ſich in kein Gefecht einzulaſſen; al⸗ lein ein natuͤrlicher Sohn des Grafen, Sir Jacob Hamilton von Draphane, ein Mann von wilder und grauſamer Sin⸗ nesart, ſchrie, Sir Patrick ſpreche blos ſo, weil er ſich ſcheue, in dem Streite feines Freundes zu fechten. 4

Du luͤgſt, falſcher Baſtard! ſagte Sir Patrick,ich will heute fechten, wo du dich nicht blicken zu laſſen wagſt.

Alsbald ſtuͤrzten ſie alle nach der Straße, wo die Doug⸗ las ſich aufgeſtellt hatten, um ſie zu empfangen.