Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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404 3 land unmoͤglich, in dem gerechteſten Rechtsſtreite zu ſiegen, wofern er nicht unter dem Schutze des Grafen von Angus oder von Arran ſtand, und welchem von beiden er auch an⸗ haͤngen mochte, immer durfte er verſichert ſeyn, daß er ein Gegenſtand des Haſſes und Verdachts für den andern wurde. Zudem begingen ſchlechte und geſetzloſe Leute, unter dem Vorwande, daß ſie fuͤr das Beſte ihrer Partei thaͤtig ſeyen, Gewaltthatigkeiten jeder Art, ſengten, mordeten und pluͤn⸗ derten, und gaben vor, ſie thun dieß in der Sache des Gra⸗ fen von Angus, oder ſeines Nebenbuhlers, des Grafen von Arran. 3 Enndlich, den 3oſten April 1520, kamen dieſe beiden gro⸗ fen Parteien der Douglas und der Hamiltonen nach Edin⸗ purgh, um einem Parlamente beizuwohnen, in welchem man erwartete, daß die weſtlichen Edelleute im Allgemeinen auf die Seite des Grafen von Arran, die des Oſtens dagegen auf die Seite des Grafen von Angus treten werden. Einer der ſtaͤrkſten Vertheidiger des Grafen von Arran war der Erzbi⸗ ſchof von Glasgow, Jacob Beaddn, ein durch ſeine Talente, aber ungluͤcklicherweiſe auch durch ſeine zügelloſe Lebensart, ausgezeichneter Mann. Er war um dieſe Zeit Kanzler von Schottland und die Hamiltonen kamen in ſeinem Palaſte zu⸗ ſammen, der am Ende der Gaſſe der ſchwarzen Moͤnche lag, einer jener engen Straßen, die ſich von der High Street von Edinburgh nach dem Cowgate hinabziehen. Die Hamiltonen, bei weitem die zahlreichere Partei, beriethen ſich uͤber einen Plan, die Douglas anzugreifen und Angus gefangen zu neh⸗ men. Dieſer Graf erfuhr ihre Abſichten und ſchickte ſeinen Oheim, Gawain Douglas, Biſchof von Dunkeld(einen Ge⸗ lehrten und Dichter), um Beaton Vorſtellungen zu machen, und ihm zu Gemüthe zu fuͤhren, daß es ſeine Pflcht als