1 460 4 den, in der ſeine beiden Soͤhne gefallen waren, nicht lange uͤberlebt. Sein Enkel, der Erbe ſeines großen Namens, war ein ſchoͤner Juͤngling, tapfer, hochgeboren, und mit dem ganzen Ehrgeize der alten Douglas, ſo wie mit vielen ihrer kriegeriſchen Talente begabt. Er war jedoch jung, raſch und unerfahren, und ſeine Erhebung zu dem Gemahle der Koͤni⸗ gin Regintin erregte die Eiferſucht aller andern Adeligen
Schottlands, die den Namen und die Macht der Douglas furchteten.
Es kam jetzt ein Friede zwiſchen Frankreich und England zu Stande, und Schottland wurde in den Vertrag eingeſchloſ⸗ ſen; allein dieſes kann man kaum ein Gluͤck nennen, wenn man den zerruͤtteten Zuſtand des Landes erwaͤgt, das, befreit oon den engliſchen Verheerungen, Muſe hatte, ſeine innern Fehden und Zwiſte mit der gewoͤhnlichen blutigen Heftigkeit ſeiner Bewohner zu verfolgen. Die Nation, oder vielmehr
die Adeligen, unzufrieden mit Margarethens Regentſchaft,
hauptſaͤchlich wegen ihrer Heirath mit Angus und dem Stre⸗ ben dieſes jungen Lords nach perſoͤnlicher Macht waren jetzt darauf bedacht, Johann, Herzog von Albanien, den Sohn jenes Robert, der waͤhrend der Regierung Jacob's III. ver⸗ bannt worden war, nach Schottland zuruͤckzurufen. Dieſer Edelmann war der naͤchſte maͤnnliche Verwandte des Koͤnigs, da er der leibliche Vetter ſeines Vaters war. Viele waren der Meinung, die Koͤnigin habe das Recht der Regentſchaft durch ihre Heirath verwirkt, und Albany wurde bei ſeiner Ankunft aus Frankreich allgemein in der Eigenſchaft eines Regenten empfangen. Johann, Herzog von Albanien, war in Frankreich, wo er bedeutende Laͤndereien hatte, geboren und erzogen worden; und er ſcheint ſtets die Intereſſen dieſes Koͤnigreichs denen


