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97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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lichen Grenzen von ſeinem fruͤher geführten Nomadenleben her kenne. Die ſchottiſche Armee hatte ihr Lager auf dem Huͤgel Flodden aufgeſchlagen, welcher die ſogenannte große Millſield⸗Ebene einſchließt. Die oben genannte Anhoͤhe neigt ſich ſteil gegen die Ebene herab und auf der Bergkuppe befin⸗ det ſich ein großer freier Platz, den die Schotten zu ihrem Lager benuͤtzten, und woſelbſt ſie den Angriff der Englaͤnder abwarteten, weil ihre Aufſtellung ſehr guͤnſtig war. Surrey hielt es durchaus nicht fuͤr vortheilhaft, die Schotten in ih⸗ rer Stellung anzugreifen, ſondern zog es vor, einen Verſuch zu machen, ob er nicht den Koͤnig vermoͤgen koͤnne, jene zu verlaſſen. Er ließ Jakob durch einen Herold auffordern von der Hoͤhe herabzuſteigen und ſich in der offenen Ebene von Millßield zu ſchlagen, erinnerte ihn an die Wilffaͤhrigkeit mit welcher er ſeine fruͤhere Herausforderung angenommen habe, und gab ihm zu verſtehen, wie ſaͤmmtliche auf dem Schlacht⸗ feld verſammelte Englaͤnder der Meinung ſeyen, daß jeder Aufſchub dem Koͤnig Unehre machen würde. Wir haben zwar geſehen, daß Jakob raſch und unklug handelte aber ſeine

Heftigkeit hatte doch nicht den Grad erreicht, welchen Surrey

vielleicht erwartete. Der Koͤnig ließ den von Surrey geſchick⸗ ten Boten gar nicht vor ſich und ließ ſtatt aller Antwort zu⸗ ruͤckſagen, daß es einem Grafen nicht zuſtehe auf ſolche Art zu einem Koͤnig zu ſchicken.

Surrey, welcher beinahe keine Lebensmittel mehr fuͤr ſein Heer auftreiben konnte, ſah ſich daher genoͤthigt, die Schot⸗ ten auf eine andere Art zum Gefecht zu locken. Er machte eine Bewegung nordwaͤrts, umging den Hügel Flodden in ei⸗

niger Entfernung, ſo daß die ſchottiſche Artillerie ſein Heer

nicht mehr erreichen konnte, uͤberſchritt den Tillfluß bei Dwie ſell⸗Schloß und nahm mit ſeiner ganzen Armee zwiſchen