Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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hatte; Andere verließen die Fahnen, um ihre Beute in Si⸗ cherheit zu bringen. 3

Surrey ſah, daß er dem Koͤnig an Streitkraͤften uͤber⸗ legen ſeye und wuͤnſchte deßhalb die Schotten zum Kampfe zu locken: daher ſchickte er dem Jakob eine Botſchaft und ließ ihm eine Schlacht anbieten; zu gleicher Zeit ließ ihm Lord Thomas Howard ſagen, daß er, der Lord, da der Koͤ⸗ nig Jakob ſchen ſo oft uͤber den Tod des Andreas Barton Klage geführt habe, nun bereit ſtehe, ihm mit dem Schwert in der Hand Rechenſchaft zu geben. Jakob antwortete hier⸗ auf, daß er, um ſich mit den Englaͤndern zu ſchlagen, alle Staatsgeſchaͤfte liegen laſſen wolle.

Der ſchottiſche Adel war doch ganz anderer Meinung als der Koͤnig; ſie hielten einen großen Rath, in welchem Lord Patrick Lindſaß zum Praͤſidenten oder Kanzler erwaͤhlt wurde. Dieſer Lord war der naͤmliche, welcher zu Anfang des Koͤnigs Regſerung fuͤr ſeinen Bruder das Wort geführt, und deſſen Titel und Grundbeſitzungen er unterdeſſen geerbt hatte. Er eroͤffnete die Sitzung mit dem Gleichniß eines reichen Kaufmanns, welcher durchaus mit einem gemeinen Spieler oder Betruͤger ſpielen und einen in Gold geſaßten Edelſtein gegen eine abgeſchaͤtzte Muͤnze ſetzen wollte.Ihr meine edle Lords, ſagte er,wuͤrdet eben ſo unklug han⸗

deln als der Kaufmann, wenn Ihr Euren Koͤnig, den ich mit einem koſtbaren Edelſtein vergleiche, gegen den engliſchen Feldherrn, der nur ein alter krummer Grobian iſt, aufs Spiel ſetzen wolltet. Wenn gleich die Englaͤnder geſchlagen werden, ſo verlieren ſie nichts als dieſen alten Kerl und ei⸗ nen Theil des Nadwerks: da nun ſo viele von unſerem Landvolke eingereiht geweſene Leute die Fahne verließen, ſo klieb nur die Blüthe unſeres Adels uͤbrig. Sein Vorſchlag