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8⁵ als Mittel gewaͤhlt worden zu ſeyn, um den Koͤnig von ſei⸗ nem Vorhaben abzuſchrecken.
Uebrigens vermochten weder die erwaͤhnten Kunſtkniffe, noch der gute Rath und die Bitten Margarethens, der Koͤ⸗ nigin von Schottland, Jakob von ſeinem ungluͤcklichen Unter⸗ nehmen abzubringen. Er beharrte ſo ſehr darauf, daß er ſich ſelbſt an die Spitze ſeiner ſchon verſammelten großen Ar⸗ mee begab und am 22. Auguſt 1515. nahe bei Swiſell⸗Schloß in England eindrang. Er nahm in aller Eile von den Grenzfeſtungen Norham, Wark, Etall, Ford und andern geringerer Bedeutung, Beſitz, und bereicherte ſich mit Beute. Anſtatt aber mit ſeiner Armee in denjenigen Theil Englands vorzuruͤcken, welcher unvertheidigt vor ihm lag, ſoll der Koͤ⸗ nig ſeine Zeit mit Galanterien gegen die Lady Heron von Ford, eine ſchöne Frau, vergeudet haben; ſie verſuchte ihn von der weitern Verfolgung ſeiner Plane ſo lange abzu⸗ halten, bis die engliſche Armee ſich naͤherte.
So lange Jakob unthaͤtig an der Graͤnze lag, ſetzte ſich der Graf von Surrey, derſelbe, welcher fruͤher die Koͤ⸗ 3 nigin Margarethe nach Schottland begleitet hatte, an der Spitze einer 20,000 Mann ſtarken Armee gegen Jakob in 2 Bewegung. An den Grafen hatte ſich ſein Sohn Thomas, der Lord Oberadmiral, mit einem bedeutenden Corps, das in Newcaſtle ausgeſchifft worden war, angeſchloſſen. Als die kriegeriſchen Einwohner der noͤrdlichen Grafſchaften ſich ſcha⸗ renweiſe unter Surreb's Pannier ſtellten, begaben ſich die Schotten in großer Anzahl nach Hauſe, weil ihre Lebensmit⸗ tel beinahe aufgezehrt waren und Jakobs Heer großen Man⸗ gei litt, obgleich den Lehengeſetzen zufolge jeder Mann, der lich ſtellen mußte, auf vierzig Tage rebensmiftel mitgebracht


