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97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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tet und die Feindſeligkeiten ſchon begonnen. Lord Home, ſein erſter Kammerherr hatte mit einer etwa 3 bis 4000 Mann ſtarken Armee England uͤberfallen. Sie machten große Beu⸗ te, waren aber auf ihrem Marſche unachtſam und hielten durchaus keine Ordnung; deßhalb fielen ſie in einen Hinter⸗ halt der engliſchen Graͤnzer, welche ſich in einem hohen Ge⸗ büſch unfern Wooler verborgen hatten. Die Schotten erlit⸗ ten eine gaͤnzliche Niederlage, denn beinahe der dritte Theil ihres Heeres wurde verwundet und getoͤdtet. Diefes war ein unguͤnſtiger Anfang des Krieges. Inzwiſchen hatte Jakob gegen den Willen ſeiner weiſeſten Rathgeber beſchloſſen, Eng⸗ land mit einer großen Armee zu iegen. Das Parlament billigte die vom Koͤnig ergriffenen Maßregeln durchaus nicht. Die Ruhe des Landes war ſeit dem mit England abgeſchloſ⸗ ſenen Frieden nicht geſeoͤrt worden, und nun kam es beinahe wieder dazu, daß die alten ſchon aufgegeben geweſenen An⸗ ſprüͤche Englands auf die Oberherrſchaft uͤber Schottland wleder geltend gemacht worden waͤren und die alte Erbitte⸗ rung zwiſchen den zwei Koͤnigreichen herbeigeführt haͤtten. Man liebte den Koͤnig ſo ſehr, daß er endlich vom Parla⸗ mente die Zuſtimmung zu dieſem unheilbringenden und unge⸗ rechten Kricge erhielt; es wurden Befehle ertheilt, daß ſich die ganze waſſenfaͤhige Mannſchaft des Koͤnigreichs Schott⸗ land auf dem Burgmoor bei Edinburgh verſammeln ſolle; ſo nannte man eine Gemeinweide in deren Mitte die koͤnigli⸗ che Fahne auf einem Felſenkuͤck(der Haſenſtein genannt) auf⸗

gepflanzt war. Aehnliche uͤbertriebene Maßregeln wurden in Menge er⸗ griffen, um einem Kriege borzubeugen; einige hievon ſchei⸗ nen ihren Grund in des Koͤnigs aberglaͤubiſchem Truͤbſinn, 6