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zogen ſie den Loͤwen am Schlepptau in die Themſe. Es iſt merkwurdig, daß Barton's Schiff das zweite Kriegsſchiff in der engliſchen Florte wurde. Wenn die Koͤnige ſchnell eine Flotte ausruͤſten wollten, ſo mietheten ſie Kaufmannsſchiffe oder nahmen ſie mit Gewalt weg und bemannten ſie mit Soldaten. Der große Heinrich war das erſte Schiff, welches der Koͤnig von England auf ſeine eigene Koſten er⸗ bauen ließ.
Jakob IV. war uͤber die der ſchottiſchen Flagge zugefugte Beleidigung hoch entruͤſtet und ſendete einen Herold ab, um Genügthuung zu verlangen. Der Koͤnig von England recht⸗ fertigte ſein Benehmen mit der von Barton begangenen See⸗ raͤuberei— eine Beſchuldigung, von der ſich Jakob nicht frei⸗ ſprechen konnte; aber nichtsdeſtoweniger blieb er gegen ſeinen Schwager aufgebracht und naͤhrte einen Haß gegen ihn, wel⸗ cher durch ein neues Mißgeſchick noch vermehrt wurde.
Jakob uͤbertrug einem ſeiner Guͤnſtlinge, dem Sir Robert Ker von Fairnyherſt, Haupt eines Zweiges des Clan's von Ker, das Amt eines Landvogts in den mittleren ſchottiſchen Grenzprovinzen. Er verwaltete ſein Amt mit ſolch' ungewoͤhn⸗ licher Strenge, daß er mehreren der engliſchen Grenzer haͤuſig Veranlaſſung zu großer Unzufriedenheit gab; deßhalb kamen dieſe uͤberein, ſie wollen ihn ermorden. Drei von dieſen, naͤmlich Heron(der Baſtard genannt, weil er ein natuͤrlicher Bruder des Heron von Ford geweſen), mit einem gewiſſen
Starhed und Lilburn umzingelten den ſchottiſchen Landvogt
an einem Tage, an welchem er es gar nicht vermuthete, auf offener Straße und brachten ihn mit ihren Lanzen um. Hein⸗ rich VII. hatte hierauf die Erlaubniß ertheilt, daß die Schul⸗ digen von den Schotten ergriffen werden duͤrfen. Lilburn wurde


