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ein Ende zu machen, daß er durch Güte das zu erzielen ſuch⸗ te, was alle Streitkraͤfte bis daher ohne guͤnſtigen Erfolg ver⸗ ſucht hatten. Der Koͤnig von England verſtand ſich dazu ſei⸗ ne Tochter Margarethe, eine ſchoͤne Prinzeſſin von vielen vor⸗ zuͤglichen Eigenſchaften, dem jungen ſchottiſchen Koͤnig zur Frau zu geben. Er erbot ſich ſeiner Tochter eine bedeutende Mitgift zu geben; durch dieſe Verbindung wurde zugleich ein enges Freundſchaf sbuͤndniß zwiſchen England und Frank⸗ reich geſchloſſen, vermoͤge deſſen ſich die beiden Koͤnige gegen⸗ ſeitig verbindlich machten, einander gegen Jeden, der ſie angreifen wolle, beizuſtehen. Dieſer Frieden, welcher dem Anſcheine nach ein ewiger haͤtte werden ſollen, dauerte zum großen Unglüͤck fuͤr beide Laͤnder, beſonders aber fuͤr Schott⸗ land, keine zehn Jahre; allein hundert Jahre ſpaͤter trug die Staatskunſt Heinrich VII. Fruͤchte. In Folge der Verheira⸗ thung Jakobs IV. mit der Prinzeſſin Margarethe wurde durch ihren Enkel Jakob VI. von Schottland und I. von England, allen Buͤrgerkriegen auf einmal ein Ende gemacht, er verei⸗ nigte Schottland und England in ein Koͤnigreich und war der erſte, welcher als Koͤnig von Großbritannien regierte.
Des von Seite Englands bis daher gemachten Anſpruchs auf die Oberherrſchaft uͤber Schottland wurde in dem am 4. Januar 1502 abgeſchloſſenen Vertrag gar nicht erwaͤhnt; die beiden unterhandelnden Monarchen hatten nur das Gemein⸗ beſte im Auge und wollten deßhalb ſolche Anſpruͤche, welche den Schotten und Englaͤndern ſo viel Blut gekoſtet hatten, nicht mehr geltend machen.
Die erwaͤhnte Heirath wurde mit großem Pomp gefeiert. Der Graf von Surrey erhiele den Auftrag die Prinzeſſin Margarethe in ihr neues Koͤnigreich, nach Schottland zu begleiten. Der Koͤnig kam ihr bis Newbhattle Abtei, ſechs


