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auf den Thron noch Hoffnung habe ſeine Anſprüche geltend machen zu koͤnnen. Als Perkin von Jacob verlaſſen wurde, machte er ſpaͤterhin einen Verſuch England von Cornwall aus zu uͤberfallen, wurde aber gefangen genommen und in Tyburn hingerichtet. Seine Frau, die alle Gefahren ihres Mannes theilte, fiel in die Haͤnde Heinrichs VII., welcher ihr einen lebenslaͤnglichen Jahresgehalt ausſetzte und ſie dem Schutze der Koͤnigin empfahl; ſie wurde ihres Anſtandes und ihrer Schoͤnheit wegen die weiße Roſe von Schottland genannt. Nach dem ſo eben erwaͤhnten kurzen Krieg wurde ein ſie⸗ benjaͤhriger Waffenſtillſtand geſchloſſen; Heinrich bemuͤhte ſich aber jenen in einen wirklichen und dauernden Frieden zu ver⸗ wandeln, damit endlich zwei Nationen, deren gegenſeitiges Intereſſe es erheiſchte, im Frieden mit einander zu leben, ver⸗
einigt werden ſollen, beſonders da ſo viele ungluͤckliche Ereig⸗
niſſe ſie bis daher getrennt hatten. Der Grund der unver⸗ ſoͤhnlichen Feindſeligkeit zwiſchen England und Schottland lag in den ungluͤcklichen Anſpruͤchen, welche Eduard I. auf Schottland machte, und die von allen ſeinen Nachfolgern wiederholt wurden. England wollte ſich des Rechtes der Oberherrſchaft uͤber Schottland nie begeben, und die Schot⸗ ten ihrer Seits bewieſen durch ſo viele Beiſpiele entſchiedenen Widerſtandes, daß ſie ſich nicht unterwerfen wollen. Seit mehr als hundert Jahren wurde zwiſchen England und Schott⸗ land kein regelmaͤßiger Friede mehr geſchloſſen, die kurze Zeit nach dem Vertrage von Northampton ausgenommen. In dieſem langen Zeitraume waren die beiden verſchweſterten Na⸗ tionen immer in die unverſöhnlichſten Kriege verwickelt, oder genoſſen nur eine kurze Ruhe, welche nur auf den Schutz ei⸗ nes zweifelhaften Waffenſtillſtandes gegruͤndet war. Die Weisheit Heinrichs VII. ſtrebte dieſem großen Ungluͤck dadurch


