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97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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cob III. in dem letzten Bürgerkriege beigeſtanden waren, als wenn dieſe dadurch gegen Jacob IV. verraͤtheriſch gehandelt haͤtten, obgleich der lestere noch nicht Koͤnig geweſen und es auch erſt nach ſeines Vaters Tode werden konnte. Sie mach⸗ ten mit Lord David Lindſay von Byres den Anfang, einem Manne, der im Kriegfuͤhren nicht unerfahren, aber außerdem plump und unwiſſend war; ſie dachten, es werde nicht ſchwer halten ihn dahin zu bringen, daß er ſich ſelbſt dem Willen des Koͤnigs unterwerfe, und verlangten eine Geldbuße oder einen Theil ſeiner Beſitzungen. Sie hofften, daß andere ſich auf aͤhnliche Weiſe unterwerfen wuͤrden, und auf dieſe Art glaub⸗ ten ſie ſich bereichern und diejenigen, welche ihre Feinde ge⸗ weſen ſind, arm machen zu koͤnnen. 4

Am 10. Mai 1489 wurde Lord David Lindſay vor das damals in Edinburgh verſammelte Parlament gefordert, um ſich gegen eine Verraͤtherei zu vertheidigen, der er beſchuldigt wurde, nemlich daß er in der Schlacht bei Sauchie mit des Koͤnigs Vater gegen den damaligen Koͤnig ſelbſt gefochten und des Koͤnigs Vater ein Schwert und ein gutes Pferd ge⸗ geben und ihm den Rath ertheilt habe, den jetzt hier ſitzenden Koͤnig zu vernichten. 3

Lord Lindſay war mit den Gerichtsformen wenig be⸗ kannt; da er aber mehreremal aufgefordert wurde, auf dieſe Anklage zu antworten, ſo ſprang er auf und ſagte: Alle die Edelleute des verſammelten Parlaments ſeyen ſelbſt ge⸗ meine Seelen und Verraͤther, er wolle es ihnen mit ſeinem Schwerte beweiſen. Der letzte Koͤnig, ſagte er, ſeye grauſa⸗

mer Weiſe durch elende Wichte ermordet worden, welche den

Thronerben mit ſich genommen, Damit ſie zu Beſchoͤnigung ihrer Unternehmung einen Vorwand gehabt haben. W. Scott's Werke. XCVII. 5

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