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„und,“ fuhr der alte Lord fort, indem er ſich an den
dem Parlamente ſitzenden König wendete,„wenn Euer Pater noch jetzt am Leben waͤre, ſo wuͤrde ich fuͤr ihn das Leben laſſen und mich vor dieſen hier ſitzenden elenden Schur⸗ ken nicht fuͤrchten; oder wenn Eure Majeſtaͤt einen Sohn haͤtten, welcher gegen Euch zu Felde ziehen wollte, ſo wuͤrde ich Euch beiſtehen und gegen ſeine Anſtifter kaͤmpfen. Glaubt mir, wenn ſie gleich Euch gegen mich aufhetzen, ſo will ich beweiſen, daß ich doch treuer als irgend einer von ihnen bin. Der Lordkanzler, welcher die Kraft dieſer Worte fuͤhlte, ſuchte ihre Wirkung abzuwenden und ſagte dem Koͤnig, daß der Lord Lindſay ein Mann nach alter Art, mit den Ge⸗ richtsformen nicht bekannt und nicht im Stande ſey, mit ge⸗ hoͤrigem Anſtand in Gegenwart ſeiner Majeſtaͤt zu ſprechen; „aber,“ ſagte ex,„er will ſich dem Willen Eurer Majeſtaͤt unterwerfen, deßhalb muüßt Ihr nicht zu ſtreng gegen ihn verfahren. Und,“ fuhr er fort, indem er ſich an Lord Da⸗ vid wandte,„es iſt das Beſte was Ihr thun koͤnnt, wenn Ihr Euch des Koͤnigs Willen unterwerft, worauf Seine Majeſtaͤt Euch gewiß in Gnaden aufnehmen werden.“
Nun mußt du wiſſen, daß der Lord David einen Bruder Namens Patrick Lindſay hatte, welcher ſich als Geſetzgeber eben ſo ſehr, wie Lord Lindſay als Soldat auszeichnete. Die beyden Bruͤder ſtunden lange Zeit nicht im beſten Verneh⸗ men; als aber Patrick des Kanzlers Abſicht errieth trat er ſeinem aͤlteren Bruder auf den Fuß, um ihm bemerklich zu machen, daß er den ihm gegebenen Rath nicht befolgen ſolle, weil er ſich dadurch ſelbſt fuͤr ſchuldig erklaͤren wuͤrde. Lord Daoid verſtand uͤbrigens den Wink nicht, ſondern warf ei⸗ nen grimmigen Blick auf ſeinen Bruder, deſſen Tritt gerade


