63. die Thraͤnen uͤber ſeine Wangen herabvollten,„aber ich war zu Lebzeiten Eures Vaters in ſeinen Dienſten und werde bis an mein ſeliges Ende dem rechtmaͤßigen Monarchen dienen.“ Die Lords fragten ihn hierauf, was das fuͤr Leute ge⸗ weſen, die aus ſeinen Schiffen ſtiegen und am Tage der Schlacht bei Sauchte wieder umgekehrt ſeyen. „Das war ich und mein Bruder,“ antwortete Andreas unerſchrocken,„wir wollten damals unſer Leben fuͤr den Koͤ⸗ nig laſſen.“ Nun fragten ſie ihn gerade zu, ob der Koͤnig ſich an Bord ſeiner Schiffe befunden habe, worauf Sir An⸗ dreas mit derſelben Unerſchrockenheit verſetzte:„Er war nicht an Bord meiner Schiffe, ich wollte er naͤre dort geweſen, damit ich ihn denen ſeine Moͤrder, die ich einſt am Galgen ſehen werde, haͤtte in Schutz nehmen koͤnnen.“. Dieß waren bittere Antworten, aber die Lords mußten ſie anhoͤren ohne ſich raͤchen zu duͤrfen, weil ſie bef ürchteten, der Seemann moͤchte an Fleming und Selon das Wiedervergel⸗ tungsrecht ausuͤben. Nachdem Sir Andreas an Bord ſeiner Schiffe zuruͤckgekehrt war, ließen ſie den beſten Seemaͤnnern der Stadt Leith eine Belohnung anbieten, wenn ſie den Sir Andregs Wood in ſeinen zwei Schiſſen angreifen und ihn ge⸗ fangen nehmen wuͤrden, damit er für ſeine frechen dem hohen Rathe gegebenen Antworten zu Rede geſtellt werden koͤnne. Der Schiffskapitaͤn Barton, einer der beſten Seemaͤnner in Leith, erwiederte deni verſammelten Rathe auf hren Vor⸗ ſchlag, daß, obzleich Sir Andreas nur zwei Schiffe habe, in ganz Schottland keine zwei Schiffe auſsefunden wer⸗ den koͤnnen, we Sr jenen gleich kommen wuͤrden, weil die Schifſe des Andres mmen mit Ritikerie ausgerüſtet ſeyen und er ſelbſt als ein tapferer und geichickter Steman hekannt kaͤre.
8


