Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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57 theil feines Vaters Nutzen zu ziehen. Es gelang ihnen auch den Gouverneur des feſten Platzes Stirling, den Sir Shaw, durch bedeutende Geldſummen zu beſtechen; dieſer lieferte ih⸗ nen den Prinzen, nachmals Jacob IV., aus. Hierauf ver⸗ ſammelten ſie ihre Armee und erließen in des jungen Jacobs Namen Proclamationen, worin ſie ſagten, daß der Koͤnig Jacob II. die Englaͤnder in das Land bringen werde um die Schotten ihrer Freiheit zu berauben, daß er die Grenzen Schottlands an den Grafen von Northumberland und an den Gouverneur von Berwyck verkauft habe; zugleich erklaͤrten fie, daß ſie einen Koͤnig, deſſen Abſichten ſo treulos ſeyen, entthronen und ſeinen Sohn an ſeine Stelle ſetzen wollen. Die Beſchuldigungen waren zwar falſch, aber der Koͤnig handelte ſo ſehr gegen das Intereſſe des Volkes, daß jene ſich ſelbſt uͤberredeten, ſie ſeyen wahr.

Jacob begab ſich indeſſen an der Spitze eines betraͤchtli⸗ chen Heeres vor die auf ſeinen Befehl befeſtigte Stadt Stir⸗ ling und verlangte, als er vor dem Schloßthore angekommen war, eingelaſſen zu werden; allein der Gouverneur verwei⸗ gerte ihm ſolches. Der Koͤnig begehrte ſodann ſeinen Sohn zu ſehen, worauf der treuloſe Gouverneur antwortete, daß die Lords den Prinzen gegen ſeinen Willen mitgenommen haben. Dann merkte der arme Koͤnig, daß er verrathen ſeye und ſagte in ſeinem Ingrimm dem Gouverneur:„Elen⸗ der Wicht, du haſt mich verrathen, aber wenn ich das Leben behalte, ſollſt du nach Verdtenſt belohnt werden!“ Wenn der Koͤnig aicht auf eine ſo verraͤtheriſche Weiſe des Schloſſes Stirling beraubt worden waͤre, ſo haͤtte er mittelſt dieſer Feſeung ſo lange eine Schlacht vermeiden koͤnnen, bis ihm mehn Trußpen zu Huͤlfe gekommen waͤren, und in dieſem Falle wurde er die im Aufruhr begriffenen Lords wahrſchein⸗