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unter allen Verhaͤltniſſen mit genannter Abtei in gutem Ein⸗ verſtaͤndniſſe bleiben ſollten. Als daher dieſe maͤchtigen Fa⸗ milien erfuhren, daß der Koͤnig ſtatt einen Home oder Hep⸗ burn zum Prior zu ernennen, die Einkuͤnfte Coldinghame's zu Unterhaltung der koͤniglichen Kapelle in Stirling verwenden wolle, wurden ſie ſehr ungehalten daruͤber, ſingen einen ge⸗ heimen Briefwechſel an und ſchloſſen mit allen Unzufriedenen in Schuttland ein Buͤndniß, namentlich mit Angus und au⸗ dern ſolchen Lords, die in den Aufruhr von Lauder verw ckelt waren; dieſe alle befuͤrchteten natürlich, daß der Koͤnig fruͤ⸗ her oder ſpaͤter ſich wegen der Hinrichtung ſeiner Guͤnſtlinge und wegen der von ihm ſelbſt erlittenen Beſchraͤnkung raͤchen
werde. 3 Die gegen den Koͤnig angezettelte Verſchwoͤrung hatte einen ſo hohen Grad erreicht, daß Alles ſich zum Krieg vorzub⸗ reiten ſchien: ſaͤmmtliche Lords des ſuͤdlichen Schottlands ſammelten ihre Streitkraͤfte mit unglaublicher Schnelle, und ohne daß man es merkte, wohin ſie ſich begaben. Der von Natur furchtſame Koͤnig fand es fuͤr gut, nach dem Norden zu entfliehen. Er befeſtigte das Schloß Stirling und ernann⸗ te den Shaw von Fintrie zum Befehlshaber des Platzes, dem er die Bewachung ſeines Sohnes, des Thronerben, anver⸗ traute und den Befehl ertheilte, daß er mit ſeiner Ehre und ſeinem Leben dafuͤr haften muͤſſe, daß niemanden, ohne An⸗ ſehen der Perſon, weder der Zutritt in das Schloß, noch das Herausgehen aus demſelben geſtattet werden duͤrfe; über⸗ dies befahl er ihm noch ſehr dringend, daß er niemand zu ſeinem Sohne laſſen duͤrfe. Seine Schaͤtze ließ er nach Edin⸗ burgh Schloß bringen, und nachdem er auf dieſe Art die zwei Gegenſtaͤnde, die ihm auf der Welt am liebſten waren, ſeiner Meinung nach in Sicherheit gebracht hatte, begab er


