5² fanmenkunft mit denjenigen ſchottiſchen Lords, welche ſeit des Koͤnigs Gefangenhaltung die Angelegenheiten des Koͤnig⸗ reichs beſorgten. Dieſe wollten dem Herzog von Glouceſter kein Gehoͤr geben, weil ſie es für Unrecht hielten, daß er als Englaͤnder ſich in Schottlands Angelegenheiten miſche; dagegen erwieſen ſie dem Herzog von Albany alle moͤgliche Achtung und fragten ihn, was er befehle. Vor allem,“ ſagte er,„wuͤnſche ich, daß der Koͤnig mein Bruder, frei gelaſſen werde.“
„Mylord,“ antwortete Archibald der Kazenlaͤuter, wel⸗ cher die Stelle eines Kanzlers vertrat,„das ſoll gleich ge⸗ ſchehen, um ſo mehr, da Ihr es wuͤnſcht. Was den Herrn betrifft, den Ihr mitgebracht habt(damit meinte er den Her⸗ zog von Glonceſter) muſſen wir Euch erklaͤren, daß wir ihn nicht kennen und ihm auch nichts gewaͤhren wollen. Da wir wiſſen, daß Ihr des Koͤnigs Bruder und nach dem Erbprin⸗ zen ſein naͤchſter Erbe ſeyd, ſo ſtelten wir den Koͤnig zu Eu⸗ rer Verfugung und verlaſſen uns darauf, daß er in Zukunft Euren guten Rath anhoͤre und das Königreich ſo regiere, daß das Volk nicht mehr Urſache habe, unzufrieden zu ſeyn, oder daß wir, die Abeligen von Schottland uns in die Noth⸗ wendlgkeit verſetzt ſehen ſollten, das Gegentheil von dem zu
thun, was er anordnet.“
—Nach der Beſrelung Jakobs verſoͤhnte er ſich— wenig⸗ ſtens dem Anſchein nach— ſo ſehr mit ſeinem Bruder, dem Herzog don Albany, daß er mit 1hm ein Zimmer bewohnte, an demſelben Tiſche ſpeiste und in demſelben Bette ſchlief. Waͤhrend der Koͤnig ſeine Zeit mit Bauweſen und Vergnü⸗ gungen mancherlei Art zubrachte, beſorgte Albany die Re⸗ gierungsgeſchäfte und zwar eine Zeit lang zu allgemeiner Zu⸗
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friedenheit; ader bald ſchien ſein Ehrgeiz vorzuherrſchen; das


