Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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„Iſt dieß Spaß ader Ernſt, Mylords?“ fragte Cochran, den die unfreunsliche Aufnahme mehr zu befremden als zu veunruhigen ſchien.

„Dieß iſt voller Ernſt,“ riefen ſie,„den Du und Deine Mitſehüldigen kuͤhlen ſollen; Du haſt des Koͤnigs Gunſt zu

Deinem eigenen Wortheil mißbraucht; nun ſoll Dir nach Verdienſt Dein Lohn werden.“

Auf dieſes hin ſetzte ſich weder Cochran noch fein Gefolge zur Gegenwehr. Ein Theil der Edelleute begab ſich in des Königs Pallaſt, waͤhrend einige hievon ein Geſpraͤch mit ihm anknuͤpften und andere den Leonard, Hommel, Torphichen und den Preston verhafteten; letzterer war einer von den zwei einzigen ordentlichen Maͤnnern, die Koͤnig Jakob in ſeiner Umgebung hatte. Sie wurden alle ſchlennigſt zum Tode ver⸗ urtheilt, weil ſie den Koͤnig verfuͤhrt und das Koͤnigreich ſchlecht verwaltet haben. Johann Ramfay von Balmain ein Juͤngling von vornehmer Herkunft, kam allein davon; er hatte ſich als er ſah, daß die andern verhaftet werden, an den Koͤnig angeſchmiegt; die Adeligen verſchonten ihn auf des Koͤnigs Verwendung und wegen feiner Jugend, denn er war kaum ſechszehn Jahre alt. Unter den Truppen erhob ſich

ein kautes Geſchrei; ſie wetteiferten mit einander ihre Zekt⸗

tricke und Pferdehalfter anzubieten, um die graßaͤlligen Mi⸗ niſter aufzuhaͤngen. Eochran, ein Mann von groſſer Kuͤhn⸗ heit, der des Koͤnigs Aufmerkſamkeit vor ſeiner Bekanntſchaft mit ihm durch das 32 r

kaͤltige Weife. Er ha die Eitelkeit, daß er verlangte man folle feine Haͤnde mit keinem haͤnfenen Strick, ſondern mit

einer ſeidenen Schnur binden, die er aus ſeiner Wohnung Nan liefern wolle, gllein daduerch wollte er nur zeigen, wie

agen in einem Duell auf ſich gezo⸗ ten hatte, verlor den uth nicht, pralte aber auf eine ein⸗