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milie von Douglas, deren ich oben erwaͤhnte, ſtand auf, nachdem Gray das letzte Wort geſprochen hatte und ſagte: „Ich bin derjenige, welcher der Katze die Glocke umhaͤngen „wird.“ Von dieſer Aeuſſerung an wurde er bis an ſein ſe⸗ liges Ende mit dem Beinamen Katzenlaͤuter bezeichnet. Waͤhrend dieſer Verſammlung hörte man auf einmal ein gehieteriſches Klopfen an der Kirchenthuͤre. Es war Cochran mit einem Gefolge von 300 Mann, die in ſeinen eigenen Dienſten ſtunden, und mit ſeiner Lioree, weiß mit ſchwarzen Aufſchlaͤgen, bekleidet waren und Commandeoſtaͤbe trugen. Sein eigener Anzug entſprach der Pracht ſeines Gefolges. Er hatte einen ſchwarzſammtnen Reitrock an, ſeinen Nacken zierte eine ſchoͤne goldne Kette und an ſeiner rechten Seite hing ein mit Gold beſchlagenes Hifthorn herab. Sein eben⸗ falls reich mit Gold verzierter Helm wurde vor ihm hergetra⸗ gen, ſo wie auch ſein Zelt, welches nebſt den dazu gehoͤrigen Schnuͤren von Seide angefertigt war. In dieſem prachtvol⸗ len Anzug erſchien er, nachdem er erfahren, daß die Adeligen eine Berathſchlagung halten, und wollte hoͤren, was ſie be⸗ ſchließen, deßhalb klopfte er ſo ungeſtuͤm an die Kirchenthuͤre. Sir Robert Douglas von Lochleven hatte innerhalb des Tho⸗ res die Wache und fragte, was man wolle. Als Cochran
antwortete,„der Graf von Mar,“ erfreuten ſie ſich ſehr, daß
er ſelbſt komme und ſich ihnen ſelbſt ausliefere. 1 Nachdem Cochran eingelaſſen wurde ſiel Angus, um das
gegebene Verſprechen zu erfuͤllen, uͤber ihn her, viß ihm die goldene Kette vom Halſe und ſagte:„ein Strick wuͤrde Dir beſſer ſtehen.“ Sir Robert Douglas riß ihm zugleich das
Hifthorn vom Leibe und ſagte:„Du biſt lange genug ein Un⸗ glucksjaͤger geweſen.“— W. Scott's Werke. XCVII. 4 4


