Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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48 kriegsdienſtyflichtige Mannſchaft ſeines Koͤnigreichs auf, ver⸗ ſammelte ſie in der Borough Niederung bei Edinburgh, mar⸗ ſchirte von da nach Lauder und bezog mit einem 50,000 Mann ſtarken Heer ein Lager zwiſchen letztgenannter Stadt und dem Fluſſe Leader. Ddie bedeutenderen Edellente aber, welche ſich mit ihrem Gefolge der Armee angeſchloſſen hatten, waren weniger geneigt gegen die Englaͤnder zu marſchiren, als die Mißbrauche des Koͤnigs Jacob abzuſchaffen. 1 Viele Adelige hielten in der Kirche zu Lauder eine ge⸗ heime Zuſammenkunft, woſelbſt ſte ſich weitlaͤufig uͤber das Ungluͤck beſprachen, welchem Schottland durch die Unver⸗ ſchaͤmtheit und Schlechtigkeit des Cochran und ſeiner Mitge⸗ noſſen ausgeſetzt ſeye. Waͤhrend ſie hin und her berathſchlag⸗ ten, verlangte Lord Gray das Wort und fuͤhrte eine Fabel an.„Eine Maus,“ ſagte er,„welche durch die Nachſtellun⸗ gen einer Katze viel ausgeſtanden hatte, zog die uͤbrigen Maͤu⸗ ſe zu Rath, was ſie wohl thun ſolle, um dieſem Uebelſtande abzuhelfen, da beſchloſſen ſie, man ſolle der Katze eine Glocke um den Hals haͤngen, damit man ſie kommen hoͤre. Obgleich uͤbrigens dieſe Maßregel im verſammelten Rathe vorgeſchla⸗ gen wurde, ſo kam ſie doch nicht zur Ausfuͤhrnug, weil kei⸗ ne Maus ſo viel Muth beſaß, ihrem unverſoͤhnlichen Feinde die Glocke anzuhaͤngen.“ Mit dieſer Fabel wollte er andeu⸗ ten, daß es, obgleich ſie kuͤhne Entwuͤrfe gegen des Koͤnigs Miniſter ſchmieden, dennoch ſchwer ſeyn wuͤrde, einen unter

ihnen zu ſinden welcher Muth genug haͤtte, gegen jenen auf⸗

zutreten. 4 Archibald, Graf von Angus, ein Mann von Rieſenſtaͤr⸗ ke und unerſchrockenem Muthe, das Haupt der zweiten Fa⸗

milie

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