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gerinnen befragt habe, wann und auf welche Art der Koͤnig ſterben werde, und daß dieſe ihm geantwortet haben, er wer⸗ de durch die Hand eines ſeiner naͤchſten Verwandten umkom⸗ men. Sie brachten dem Jakob auch einen Sterndeuter wel⸗ cher ihm mittheilte, daß in Schottland ein Loͤwe von ſeinen eigenen Jungen gefreſſen werden ſolle. Alle dieſe Sachen wirkten auf die eiferſuͤchtige und furchtfame Stimmung des Koͤnigs, wodurch er noch mehr gegen ſeine Bruͤder eingenom⸗ men wurde. Albany wurde in dem Schloß zu Edinburgh eingeſperrt, aber Mar's Schickſal ſogleich entſchieden. Der Koͤnig ließ dieſen Bruder in einem Bade erſticken, oder, wie andere Geſchichtſchreiber ſagen, zu Tode bluten. Jakob III. begieng dieſes ſchaͤndliche Verbrechen um Gefahren abzu⸗ wenden, die groͤßtentheils nur in der Einbildung beſtanden; aber wir werden finden, daß der Dod ſeines Bruders Mar ihm eher gefaͤhrlich wurde, als zu ſeiner Sicherheit beitrug.
Albany kam in dieſelbe Gefahr wie ſein Bruder, allein einige ſeiner Freunde in Schottland oder Frankreich retteten ihn au folgende Art: Sie ſchickten eine kleine mit Gasconier Wein beladene Schaluppe nach Leith und von da aus dem eingeſperrten Prinzen zwei Faͤßchen zum Geſchenk. Die Wa⸗ che hatte erlaubt, daß die Faͤßchen in Albany's Zimmer ge⸗ bracht werden duͤrfen und der Herzog fand, nachdem er ihren Inhalt unterſucht, in einem derſelben einen in einen Ballen
Wachs gehuͤllten Brief; in dieſem wurde er zu entſliehen auf⸗
gefordert und ihm das Verſprechen gegeben, daß das kleine Schiff auf welchem ihm der Wein zugeſchickt worden ſey, be⸗ reit ſtehe ihn aufzunehmen, ſobald er das Meer erreicht ha⸗ ben werde. Er wurde zugleich inſtaͤndig gebeten ſich zu beei⸗
len, weil man ihn am folgenden Tage enthaupten wolle. In
demſelben Faͤßchen befanden ſich auch Stricke, wahrſcheinlich
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