Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
Einzelbild herunterladen

43 ſendung einiger hundert Bewaffneter an den Tag gelegt hatte, und ſagte: er wuͤnſche nur, daß ſie immer eine ſo tapfere Schaar zu ſeinen Dienſten ſtellen moͤge, wenn der Koͤnig und das Koͤnigreich ihrer bebuͤrfe. Somit lief die Sache ganz gluͤcklich ab.

Es war ſehr natuͤrlich, daß ein ſo furchtſamer und ſtren⸗ ger Fürſt, wie Jakob III., die Stuͤtze, welche ſeine Bruͤder an den Unterthanen hatten, mit Aengſtlichkeit betrachtete, und daß die Einſchmeichlungen ſeiner unwürdigen Geſellſchaf⸗ ter dieſe Aengſtlichkeit und den Argwohn in einen toͤdlichen

und unverſoͤhnlichen Haß verwandelten. Aus verſchiedenen Urſachen ſahen ſich die gemeinen Guͤnſtlinge Jakobs veran⸗ laßt, zwiſchen ihm und ſeinen Bruͤdern feindliche Geſinnun⸗ gen zu erhalten. Die Familie Home und Hepburn, welche nach dem Fall der Douglas ſehr maͤchtig geworden waren, hatten mit Albany immer Streit, und meiſtens betraf dieſer die Grundherrſchaft March, welche dem Albany von ſeinem Vater zugefallen war. Albany hatte auch als Lord Warden Beſitzungen an den oͤſtlichen Grenzen, und deßhalb jene maͤch⸗ tigen Clans haͤufig eingeſchraͤnkt und im Zaum gehalten. Um ſich zu raͤchen, machten ſie gemeinſchaftliche Sache mit Robert Cochrane, des Koͤnigs Hauptgegner, und beſchenkten ihn reichlich, damit er Albany mit dem Koͤnig entzweien ſol⸗ le. Dieſe Uneinigkeit ſtimmte auch mit Cochrane's eigenem Intereſſe uͤberein, denn er mußte daruͤber empfindlich ſeyn, daß Albany und Mar mißbilligten, daß der Koͤnig mit ihm vnd ſeinen Gefaͤhrten in gutem Einverſtaͤndniß ſtehe.

Dieſe unwuͤrdigen Guͤnſtltnge trugen demnach, ſo viel als moͤglich dazu bei, den Koͤnig mit ſeinen Bruͤdern zu entzweien und ihn mit Vorurtheilen gegen ſie einzunehmen. Sie benachrichtigten ihn, daß der Graf von Mar Wahrſa⸗