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Edinburgh in einen Streit verwickelt beſinde und Huͤlfe be⸗ duͤrfe, ſo daß ſie, anſtatt ein Gaſtmahl zuzubereiten, bewaff⸗ nete Leute ſammelten und ſie zu einem Kampfe in Bereit⸗ ſchaft hielten. In einem Augenblicke waren zweihundert Reiter beiſammen, die ſogleich nach Edinburgh aufbrachen; unterwegs bemerkten ſie eine große Geſellſchaft von Edelleu⸗ ten, die ſich in der Gegend von Corſetthill mit der Falken⸗ jagd beſchaͤftigten; dieſe waren der Koͤnig und Lord Somer⸗ ville, welche ſich gerade nach Cowthally begeben wollten. Die Erſcheinung eines ſo zahlreichen bewaffneten Haufens verwandelte ihren Spaß in Ernſt, und der Koͤnig, welcher Lord Someroille's Panier an der Spitze der Truppen ſah, ſchloß daraus daß es eine Empoͤrung gegen ihn ſey, und beſchuldigte den Lord des Hochverraths. Somerville erklaͤrte, daß er unſchuldig ſeye.
„Wahrhaftig,“ ſagte er,„es ſind meine Leute mit mei⸗ nem Paniere, aber ich weiß in der That nicht, was ſie da⸗ her fuͤhrt; wenn Euer Majeſtaͤt mir erlauben wollen, daß ich ihnen entgegen reite, ſo werde ich gleich dieſen Irrthum auf⸗ klaͤren koͤnnen. Inzwiſchen ſoll mein aͤlteſter Sohn und Erbe als Geiſſel bei Euer Majeſtaͤt zuruͤckbleiben, und wenn ich nicht ganz unſchuldig bin, ſo ſoll er ſeinen Kopf verlieren.“ Der Koͤnig erlaubte dem Lord zu ſeinen Leuten hinzureiten, worauf der Irrthum von den Befehlshabern derſelben bald aufgeklaͤrt wurde. Das Mißverſtaͤndniß gab hierauf zu ei⸗ nem großen Spaß Veranlaſſung; denn der Koͤnig, welcher den vom Lord geſchriebenen Brief uͤberlas, behauptete, daß er ſelbſt eher Spears und Jacks als Speates und Raxes ge⸗ leſen haben wuͤrde. Als ſie in Cowthally ankamen, verlor die Lady uͤber dieſes Mißverſtaͤndniß beinahe alle Faſſung; aber der Koͤnig lobte ſie fuͤr ihren Eifer, den ſie durch Ab⸗


