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friedigen. Folgender Umſtand moͤge dazu dienen, dir nach ſo viel traurigen Erzaͤhlungen auch ein Vergnuͤgen zu gewaͤh⸗ ren, und dich zugleich mit den Sitten der ſchottiſchen Koͤnige und der Furcht, welche Jakob vor den Unternehmungen des Adels hatte, bekannt zu machen.
Ungefaͤhr im Jahre 1474 befand ſich Lord Somerville an des Koͤnigs Hofe, da ſagte ihm Jakob III., daß er ihn auf ſeinem Schloſſe Cowthally nahe bei der Stadt Cornwarth be⸗ ſuchen wolle; dort lebte der Lord nach den rohen Gebraͤuchen der damaligen Zeit, wegen welchen er in beſonderem Rufe ſtund. Wenn er die Abſicht hatte, aus der Stadt mit eini⸗ gen Gaͤſten nach dem Schloſſe zuruͤckzukehren, ſo ſchrieb er gewoͤhnlich nur die Worte nach Hauſe: Speates und Raxes, d. h. Speiſe und Ordnung; dieſe Worte ſollten fuͤr die Sei⸗ nigen ein Wink ſeyn, daß eine Menge Speiſen in Bereit⸗ ſchaft gehalten und die noͤthigen Anordnungen getroffen wer⸗ den ſollen; ſogar bei dem von dem Koͤnig ihm zugedachten Beſuche ſchrieb er nichts anderes und ſchickte damit einen Eilhoten in ſein Schloß. Der Brief wurde ſeiner Frau, der Lady Somerville üͤberbracht, welche ihren Mann kurzlich erſt geheirathet hatte und deßhalb mit ſeiner Handſchrift noch nicht ganz vertraut war; ohne Zweifel war ſie nicht ſehr le⸗ ſerlich, denn in den damaligen Zeiten gingen die Edelleute mehr mit dem Schwert als mit der Feder um. Die Lady ſchickte nach dem Haushofmeiſter, und nachdem ſie lange mit einander berathſchlagten, was der Lord verlange, brachten ſie endlich heraus: Spcars und Jacks, d. h. Lanzen und Pan⸗ zerhemde. Die Jacks waren eine Art lederner Wamſe mit eiſernen Plaͤttchen beſetzt, und wurden von den Rittern nie⸗ derern Ranges getragen. Sie ſchloſſen aus dieſen ſchreckli⸗ chen Worten, daß ſich Lord Somerville in Gefahr oder in
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