Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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38 wiſſe Familie Boyd, die damals ziemlich maͤchtig geworden war, die oͤffentliche Ruhe zu ſtoͤren ſchien. Zum Vormund Jakobs III. wurde Gilbert Kennedy ein weiſer und ernſthafter Mann, ernannt; er leitete nach dem Tode ſeines Bruders, des Biſchofs, die Studien des jungen Koͤnigs, waͤhlte aber unvorſichtiger Weiſe den Sir Alexander, Bruder des Lord Boyd, zum Lehrer Jakobs in den militaͤriſchen Uebungen, weil er juͤnger war und weil er dieſen fuͤr geeigneter dazu hielt, als ihn ſelbſt. Durch dieſe Anordnung wurden Sir Alexander, ſein Bruder, der Lord Boyd und zwei ſeiner Soͤhne ſo intem mit dem Koͤnig, daß ſie ihn der Aufſicht des Kennedy ganz zu entziehen trachteten. Der Hof reſidirte da⸗ mals in Linlithgow und der Koͤnig wurde auf einer Jagd⸗ partie uͤberredet, nach Edinburg zu reiten ſtatt zuruͤckzukehren. Der Vormund Kennedy widerſetzte ſich des Koͤnigs Wunſch und ergriff die Zuͤgel ſeines Pferdes, um ihn nach Linlithgow zuruͤckzufuͤhren. Alexander Boyd ritt aber vor, ſchlug mit ſeinem Jagdſpieße den alten Mann, der wohl ein beſſeres Schickſal verdient haͤtte, und noͤthigte ihn, des Koͤnigs Zuͤ⸗ gel zu verlaſſen, und fuͤhrte ſeinen Vorſatz, Jakob nach Edinburg zu bringen, durch; dort uͤbernahm Alerander die Leitung der Staatsgeſchaͤfte und verwendete hiebei die Boyd's eine Zeit lang, nachdem er ihnen eine foͤrmliche Verzeihung fuͤr alle ihre Gewaltthaͤtigkeiten zugeſichert hatte. Dem Sir Thomas, einem von Lord Boyd's Soͤhnen, wurde die Prin⸗ zeſſin Margarethe, des Koͤnigs aͤlteſte Schweſter, zur Frau gegeben, und er zum Grafen von Arran ernannt; uͤbrigens verdiente er dieſe Erhebung vermoͤge ſeiner perſoͤnlichen Ei⸗ genſchaften, wenn anders die Beſchreibung ſeines Charakters, die ein engliſcher Edelmann von ihm macht, nur annaͤhe⸗ rungsweiſe wahr iſt. Er wird als der freundlichſte, artigſte,