Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ſtorbenen Monarchen, wohnte dem Kriegsrathe bei und brachte ihren aͤlteſten Sohn, den Thronerben, ein Kind von acht Jahren, mit, und hielt folgende Rede: Pfui, meine edeln Lords, es waͤre eine Schande die ſo tapfer begonnene Belagerung aufzuheben oder auch unter dieſen ungluͤcklichen Auſpicien ſich nicht raͤchen zu wollen. Vorwaͤrts, meine edeln Lords, harrt aus in Eurem Unternehmen, und kehrt nicht fruͤher zuruͤck, bis die Belagerung ſiegreich beendigt iſt. Laßt Euch nicht nachſagen, daß ſo tapfere Maͤnner eine Aufmun⸗ terung von einer Wittwe beduͤrfen, die ihr ſelbſt troͤſten ſoll⸗ tet.“ Die ſchottiſchen Edelleute nahmen dieſe heldenmuͤthige Anfeuerung mit Freudengeſchrei auf, und ſetzten die Belage⸗ rung des Schloſſes Roxburgh ſo lange fort, bis die Garni⸗ ſon, die keine Unterſtützung erhielt, durch Hunger genzthigt wurde, ſich zu ergeben. Der Gouverneur des Platzes wurde zum Tode verurtheilt, und die durch den Verluſt ihres Koͤ⸗ nias gereizten Schotten riſſen die Schloßmauern ein und kehrten ſiegreich von einer Unternehmung zuruͤck, die ſie ſo theuer zu ſtehen kam. 5 3 Die Minderjaͤhrigkeit Jacobs MII. war gluͤcklicher als die ſeines Vaters und Großvaters. Das Staatsruder murde durch den erfahrnen und geſcheidten Biſchof Kennedy gefuͤhrt. Royburgh war, wie wir eben hoͤrten, genommen und zerſtoͤrt. Berwyck wurde waͤhrend den Mißhelligkeiten der Bürgerkrie⸗ ge in England den Schotten ausgeliefert, und die Inſeln Orkney und Zetland, welche bis daher den Koͤnigen von Norwegen gehoͤrt hatten, wurden als Heirathsantheil einer mit dem Koͤnig von Schottland vermaͤhlten Prinzefſin von Daͤnemark und Norwegen dem ſchottiſchen Reiche einverleibt. Dieſe günſtigen Umſtaͤnde wurden zuerſt durch den Dod

des Erzbiſchofs Kennedy unterbrochen, nach welchem eine ggs—