36 bung auf das Schloß abzufeuern, und blieb ſelbſt bei den Kanonen ſtehen, um die Richtung der Schüſſe zu bezeichnen. Die Gewehre der damaligen Zeit waren plump aus zwei ei⸗ ſernen Stangen gefertigt, die durch eiſerne Baͤnder verbunden wur⸗ den, und einigermaſſen den Laͤufen neuerer Zeit glichen. Ihre Ka⸗ nonen waren weit mehr dem Zufall Preis gegeben als die neueren, welche aus Einem Stuͤck gegoſſen und mittelſt einer Maſchine aus⸗
gebohrt werden., Bei eben erwaͤhnter Belagerung zerſprang eines
der ſchlechten Gewehre und ein Splitter deſſelben zerſchmetterte Jakobs Schenkelbein, woran er alsbald ſtarb. Ein anderer Splitter verwundete den Grafen vor Angus und auſſer die⸗ ſen Beiden wurde kein Mann verletzt, obgleich viele herum⸗ ſtanden. Jakob II. von Schottland ſtarb in ſeinem 20ſten Jahre nach einer 24jaͤhrigen Regierung.
Dieſer Koͤnig beſaß keine der vorzuͤglichen Eigenſchaften ſeines Vaters, und die Art, auf welche er Douglas umbrach⸗ te, macht ihm ewig Schande. Im allgemeinen war er uͤb⸗ rigens ein guter Fuͤrſt und wurde von ſeinen Unterthanen ſehr bedauert. Ein Dornbaum in des Herzogs von Royburghs Garten zu Fleurs bezeichnet noch heute die Stelle, woſelbſt er ſtarb. 3
Drittes Kapitel.
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Reglerung Jakob III.— Empörung der Home's und Hepburn's— Ermor dung des Königs.— 3
Nach dem traurigen Tode Jacobs II. verlor die vor Rox⸗ burgh ſtehende Armee den Muth und ſchien die Belagerung aufheben zu wollen; aber Margarethe, die Wittwe des ver⸗
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