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97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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feinen eigenen Leuten keine hundert Manm mehr in ſeinem verlaſſenen Lager. Er ſah ſich genoͤthigt in die Prooinz An⸗ nandale zu ſliehen, woſelbſt ſeine Bruͤder und Anhaͤnger bei Arkinholme von den Schotten und andern Graͤnzbewohnern einen harten Schlag erlikten. Einer von des Grafen Bruͤ⸗ dern blieb in dieſer Schlacht, ein anderer wurde verwundet und gefangen genommen, und nachher gleich hingerichtet; der dritte entfloh nach England, woſelbſt der Graf auch ei⸗ nigen Schutz fand. Auf dieſe Art zerſiel die Macht dieſer großen Familie, die dem Chrone ſo nahe ſtund; und ihre Groͤße, welche durch den Gehorſam und die Tarferkeit des guten Lord⸗Jakob gegründet worden, war nun durch das auf⸗ rühreriſche und Kndeeude Benehmen des keuten Grafn zer⸗ ſtoͤrt. 4

Dieſer ungläͤckliche Edelmann blieb gegen zwanzig Jahre in England verbannt, und war in ſeinem eigenen Lande bei⸗ nahe ganz vergeſſen, bis er unter der nachfolgenden Regie⸗ rung im Jahre 1464 bei einer gegen die Graͤnzen von An⸗ nandale gerichteten Unternehmung geſchlagen und gefangen genommen wurde. Er ergab ſich einem Bruder des Kirkpa⸗ trik von Cloſeburn, welcher in des Graſen beſſeren Dagen ſein eigener Vaſall geweſen, und nun Chraͤnen vergoß, als er ſei⸗ nen alten Gebieter in ſo traurigem Zuſtande ſah. Er wollte ihn ſogar in Freiheit ſetzen und machte ihm den Vorſchlag, mit ihm nach England zu entfliehen; aber Douglas verwarf dieſes Anerbieten.„Ich bin,“ ſagte er,„der Verbannuͤug uͤberdruͤſſig, und da dort vom Koͤnig auf meinen Koͤpf eine Belohnung geſetzt iſt, ſo wuͤrde es nur Euch Nachtheil brin⸗ gen, der immer ſo redlich an mir handelte, als ich gegen mich ſelbſt.“

Kirk⸗