51 1 feinen alten Kameraden in dieſer mißlichen Lage ungern verließ. 3 3
Den andern Morgen ſchickte der Koͤnig einen Herold in Douglaſens Lager und ließ ihm ſagen, er ſolle ſeine Verbuͤn⸗ deten entlaſſen, oder er und ſie werden als Verraͤther behan⸗ delt; zu gleicher Zeit verſprach er allen denjenigen, welche die aufruͤhreriſche Fahne des Douglas verlaſſen wuͤrden, Ver⸗ zeihung und Belohnung. Donglas machte ſich uͤber dieſe Aufforderung luſtig, ließ zum Angriff blaſen und ruͤckte der
Armee des Koͤnigs entgegen, welche ihr Lager ſchon verlaſſen
und ſich zu einer Schlacht vorbereitet hatte. Die Abſendung des Herolds ſcheint jedoch auf die Anhaͤnger des Deuglas und vielleicht auf den Grafen ſelbſt einigen Einſluß gehabt zu ha⸗ ben, da er ſich nicht mehr auf ſie verlaſſen zu koͤnnen glaub⸗ te. Er ſah, oder glaubte wenigſtens zu ſehen, daß feine Sruppen entmuthigt ſeyen, und fuͤhrte ſie in ſein Lager zu⸗ ruͤck, in der Hoffnung, ihnen mehr Vertrauen einzufloͤßen; aber dieſe Bewegung hatte eine entgegengeſetzte Wirkung, denn kaum war der Graf in ſein Lager zuruckgekehrt, kam Sir Jakob Hamilton herbei und forderte eine Erklaͤrung von ihm, ob er geſonnen ſey ſich zu ſchlagen oder nicht, wobei er ihn verſicherte, daß jeder Aufſchub dem Koͤnig guͤnſtig ſey, und daß er, der Graf, je laͤnger er die Schlacht aufſchiebe, deſto⸗ weniger Leute haben werde, um ſich ſchlagen zu koͤnnen. Douglas antwortete dem Hamilton ganz veraͤchtlich,„daß es ihm, wenn er nicht Stich halten wolle, frei ſtehe, von dan⸗ nen zu ziehen.“ Hamilton nahm den Grafen hei ſeinem Wort, verließ Donglaſens Lager, und ging noch in der naͤm⸗ lichen Nacht zum Koͤnig uͤber. Dieſem Beiſpiele folgten ſo Viele, daß Donglaſens Armee im Augenblick aufgeloͤst zu ſeyn ſchien, und den andern Morgen hatte der Graf außer


