Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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22 habte Muͤhe und fur die Gute, daß er ihm ein ſo gnaͤdiges Schreiben ſeines Monarchen uͤberbringe, da er bis daher mit Seiner Majzeſtät nicht im beſten Vernehmen ſtand.Des Koͤnigs Befehl, ſagte Douglas,ſoll auf der Stelle und zwar ſchon um Euretwillen befolgt werden. Dann nahm der Graf den Sir Patrik bei der Hand und fuͤhrte ihn in den Schloßhof, woſelbſt Maclellan's Leichnam noch lag.

Sir Patrik, ſagte er, als deſſen Bedienten das blu⸗ tige Duch, womit der Leichnam bedeckt war, wegnahmen, Ihr ſeyd ein bischen zu ſpaͤt gekommen, dort liegt Eurer Schweſter Sohn, aber ohne Kopf; der Leichnam ſteht übri⸗ gens zu Euren Dienſten. 1

Mylord, verſetzte Gray, der ſeinen Unwillen unter⸗ druͤckte,nachdem Ihr ihm den Kopf genommen habt, koͤnnt Ihr auch nach Gefallen über den Koͤrper verfügen.

Als Patrik ſein Pferd beſtiegen hatte, konnte er ſeinen Groll nicht laͤnger zuruͤckhalten, und aͤuſſerte trotz der gefaͤhr⸗ lichen Lage, in der er ſich befand:

Mylord, wenn ich das Leben behalte, ſollt Ihr dieſes Dagewerk theuer bezahlen.

Indem er ſo ſprach, ritt er davon.

Auf! zu Pferd und verfolgt ihn! rief Douglas, und wenn Gray nicht ganz gut beritten geweſen waͤre, ſo wuͤrde ihm aller Wahrſcheinlichkeit nach das Schickſal ſeines Neffen zu Theil geworden ſeyn. Er wurde bis gegen Edinburgh hin verfolgt, eine Strecke von fuͤnfzig bis ſechzig Meilen.

Auſſer dieſer kuͤhnen und offen an den Tag gelegten Nichtachtung der koͤniglichen Gewalt, ließ ſich Douglas auch noch in Verbindungen ein, die ſeinen Vorſatz, die koͤnigliche Regierung ganz zu ſtuͤrzen, deutlich zu erkennen gaben. Er ſchloß mit dem Grafen von Crawford, der Baͤrtige genannt,