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lich ſein Schloß, machte ihn gefangen und ließ ihn nach der auf einer Inſel des Fluſſes Dee in Gallvway gelegenen feſten Burg Chrieve bringen. Der Koͤnig nahm an Maclellan's Schickſal beſonderes Intereſſe, zumal da Sir Patrick Gray ſich fuͤr ihn verwendete; dieſer genannte Sir war nemlich Commandant der koͤniglichen Garde, er beſaß Jacob's Ver⸗ trauen in hohem Grade und befand ſich ſtets in ſeiner Geſell⸗ ſchaft; zugleich war er mit Maclellan nahe verwandt, ſein Onkel von muͤtterlicher Seite her. Der Koͤnig ſchrieb nun, um zu verhindern, daß Maclellan nicht das nemliche Schick⸗ fal wie Colville und Herries habe, dem Grafen von Douglas anfaͤnglich bittweiſe, dann aber als Befehl, daß er den Vor⸗ mund des jungen Bomby,(wie man Maclellan gewoͤhnlich nannte), dem Sir Patrik Gray ausliefern ſolle.
Sir Patrik begab ſich mit dieſem Briefe perſoͤnlich nach Ohrieve. Douglas empfieng ihn gerade als er vom Mittag⸗ eſſen aufgeſtanden war, mit anſcheinend viel Hoͤflichkeit, ver⸗ mied jedoch mit Gray uͤber die Urſache ſeines Beſuches zu ſprechen, bis dieſer auch geſpeist hatte, indem er ſagte:„ein voller Wirth und ein nuͤchterner Gaſt koͤnnen ſich nicht gut verſtehen.“ Dieſe Höoͤflichkeit diente jedoch nur zum Vor⸗ wand, um Zeit zur Ausfuͤhrung einer ſehr grauſamen Hand⸗ lung zu gewinnen. Da Dauglas ermuthete, daß Gray's Beſuch das Leben Maclellan's betreſſe, ſo entſchloß er ſich, den Letztgenannten noch vor Eroͤffnung des koͤniglichen Brie⸗ fes umbringen zu laſſen; daher ließ er, waͤhrend er den Sir Patrik mit großer Gaſtfreundſchaft bewirthete, deſſen ungluͤck⸗ lichen Vetter in den Schloßhof fuͤhren und dort enthaupten.
Nach beendigtem Mittagsmahle uͤberreichte Gray des Koͤnigs Brief, den Donglas annahm und unter Bezeugung tiefen
Reſpects uͤberlas; dann dankte er dem Sir Patrik für die ge⸗


