Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Douglas verhoͤhnte bald des Koͤnigs Anſehen und machte von ſeiner Macht Gebrauch. Einer ſeiner Freunde und An⸗ haͤnger, Namens Auckinlek wurde durch Lord Colville ermor⸗ det. Dieſes Verbrechen verdiente allerdings Beſtrafung, aber die Strafe haͤtte ſollen von den betreffenden Kronbehoͤrden und nicht von einem Edelmann nach Willkuͤr verhaͤngt wer⸗ den. Douglas betrachtete uͤbrigens die Handlung als ein ge⸗

gen ihn ſelbſt begangenes Unrecht und raͤchte ſich deßhalb auf

eigene Fauſt hin. Er zog mit einem betraͤchtlichen Corps ge⸗ gen Lord Coloille, erſtuͤrmte deſſen Schloß und ließ alle Leute die er darin fand, niedermachen. Der Koͤnig war nicht im Stande dieſe Beleidigung zu beſtrafen. 3

Eben ſo duldete Douglas von einigen ſeiner Anhaͤnger in wlnnandale und munterte ſie ſogar noch auf, daß ſie das Gebiet des Sir Johann Herries, der dem Koͤnig auſſeror⸗ dentlich ergeben war, verwuͤſteten und pluͤnderten. Herries hatte viel Verſtand und war ſehr maͤchtig; er vergalt die von Douglas Leuten erlittene Behandlung dadurch, daß er ihr Gebiet auch verwuͤſtete; er wurde jedoch bei dieſer Gelegen⸗ heit von Douglas geſchlagen, gefangen genommen und nach⸗ her hingerichtet, obgleich der Koͤnig den beſtimmten Befeyl gegeben hatte, daß die Perſon des Herries nicht verletzt wer⸗ den duͤrfe.

Eine weit groͤßere Verletzung der Geſetze und der dem Koͤnig ſchuldigen Achtung ſand in dem Hauſe Maclellan's, Bormund des jungen Lord von Bomby, ſtatt; letztgenannter war der Ahnherr der nachmaligen Grafen von Kircudbright,

Maclellan war einer von den wenigen Maͤnnern in Galloway,

welcher den Drohungen des Grafen von Douglas Trotz bot und verweigerte, ſich mit ihm gegen den Koͤnig zu verbinden.

Der Graf, über ſeinen Widerſtand aufgebracht, uͤberfiel ploͤtz⸗=

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