Teil eines Werkes 
97. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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und mit dem Grafen von⸗ Roß ein Buͤndniß; der erſtgenannte uͤbte in den Grafſchaften Angus, Perth und Kincardine viel Gewalt aus; der letztere ſtund beſonders im noͤrdlichen Schott⸗ land in großem Anſehen, das dem eines Koͤnigs gleich kam. Die drei maͤchtigen Grafen ſchloſſen ein Schutz⸗ und Trutz⸗ buͤndniß, vermoͤge deſſen ſie ſich gegenſeitig verpflichteten, einander gegen Jeden, den Koͤnig ſelbſt nicht ausgenommen, beizuſtehen. 1 8

Jakob ſah hierauf wohl ein, daß einige ſtrenge Maßre⸗ geln dagegen ergriffen werden muͤßten, aber es war durchaus nicht leicht, die rechten zu treffen. Das Buͤndniß zwiſchen den drei Grafen ſetzte ſie in Stand im Fall eines Krieges eine der koͤniglichen Macht weit uͤberlegene aufzuſtellen. Der Koͤnig ließ daher ſein Vorhaben nicht merken und lud unter dem Vorwand einer freundſchaftlichen Unterredung und Verſoͤhnung den Douglas ein, nach Stirling an den koͤnigli⸗ chen Hof zu kommen; allein Douglas trug Bedenken, ob er dieſe Einladung annehmen ſolle; bevor er Folge leiſtete erbat er ſich und erhielt auch unter Beidruͤckung des großen Siegels ein Sicherheitsgeleit oder einen Schutzbrief, vermoͤge deſſen ihm der Koͤnig verſprach, daß er hin und zuruͤck kommen koͤn⸗ ne, ohne daß ihm irgend ein Leid zugefuͤgt werde. Der Graf wurde um ſo mehr in ſeinem Vorſatze, den König zu erwar⸗ ten, beſtaͤrkt, als man ihm zu verſtehen gegeben hatte, daß der Canzler Crichton in Ungnade gefallen und vom Hofe ent⸗ fernt worden ſey; er glaubte ſich daher vor den Nachſtellun⸗ gen ſeines und ſeiner Familie Todtfeindes ſicher. 8

Auf dieſe Art geſchuͤtzt, befuͤrchtete Douglas durchaus keinen Angriff gegen ſeine Perſon und kam zu Ende Febru⸗ ars 1432 nach Stirling; dort traf er den Koͤnig im Schloſſe dieſer Stadt, welches noch jetzt auf einem witten aus der