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Sir Alexander Livingston war Hofmeiſter bei dem jungen Koͤnig und Sir Wilhelm Crichthon Kanzler des Koͤnigreichs. Sie zankten ſich haͤufig uͤber den Grad von Anſehen, der ih⸗ rein betreſfenden Amte gebühre, und auf einmal geriethen ſie unter einander ſelbſt, und mit einem der maͤchtiger⸗war, als
ſie beide, mit dem großen Grafen von Douglas, in Streit. Dieſe maͤchtige Familie hatte damals den hoͤchſten Grad ihres Glanzes erreicht. Dem Grafen gehoͤrten auſſer Gallo⸗ way und Annandale noch viele Beſitzungen im ſuͤdlichen Schottland, woſelbſt beinahe alle die minder beguͤterten Edel⸗ leute ihn als ihren Schutzherrn und als ihren Lord aner⸗ kannten. Dadurch hatte die Familie Douglas gerade in den⸗ jenigen Theilen Schottlands freie Macht und Gewalt, in welchen die Leute von den Kriegen mit England her am mei⸗ ſten disciplinirt und in den Waffen geuͤbt waren. Die Doug⸗ las beſaßen uͤberdieß das Herzogthum Touraine und die Grafſchaft Longueville in Frankreich und waren durch Ver⸗ heirathung mit der Koͤniglich ſchottiſchen Familie verwandt. Siie waren nicht allein durch ihre ausgedehnten Beſitzungen maͤchtig, ſondern auch durch ihre uͤberwiegende militaͤriſchen Dalente, welche von Vater auf Sohn uͤberzugehen ſchienen, und zu einem noch heut zu Tag in Schottland bekannten Spruͤchwort Veranlaſſung gaben. v“ uungluͤckſeligerweiſe waren die Douglas bei ihren vielen Vorzuͤgen ſehr anmaſſend und ehrgeizig; ſie machten ſelbſt auf den Rang unabhaͤngiger Fürſten Anſpruch und bekuͤm⸗ merten ſich wenig um Landesgeſetze und Unterthanenpflicht. Sie ritten gewoͤhnkich nicht anders, als von tauſend Reitern begleitet aus. Da Archibald, Graf von Douglas nicht ein⸗ mal unter der ſtrengen Resierung Jacob's 1. den ſchuldigen 8 Gehor⸗


