44 3 gerechtfertigt; denn die Koͤnigin Johanna ließ die ſcheußlichen Moͤrder ſo ſchnell verfolgen, daß die meiſten von ihnen nach Verlaufe eines Monats gefangen genommen, verurtheilt und auf eine neue und graͤßliche Art umgebracht wurden. Das Fleiſch des Robert Stewart und eines Kammerherrn des Koͤ⸗ nigs wurde mit Zangen von ihrem Koͤrper geloͤst; mitten im Todeskampfe geſtanden ſie die Gerechtigkeit des an ihnen voll⸗ zogenen Urtheils zu. Der Graf von Athole wurde enthauptet, laͤugnete aber bei ſeiner Hinrichtung, daß er die Verſchwoͤrung beguͤnſtigt habe, obgleich er zugab, daß ſein Sohn ihm hievon etwas mitgetheilt, worauf er ihm befohlen habe, er duͤrfe an einem ſo großen Verbrechen keinen Theil nehmen. Sir Robert Grahame, welcher urſpruͤnglich den grauſamen Plan entwor⸗ fen, vertheidigte deſſen Ausführung am Ende noch. Er ſag⸗
te, er habe ein Recht gehabt, den Koͤnig zu ermorden, denn
er habe ihm ja den Gehorſam aufgekündet und Krieg gegen ihn erklaͤrt; ſein Glaubensbekenntniß legte er dadurch ab, daß er behauptele, ſein Andenken werde wegen der Ermordung eines ſo grauſamen Tyrannen geehrt werden. Er wurde vor ſeiner gaͤnzlichen Hinrichtung auf die ſchrecklichſte Art gemar⸗ tert, vorher aber noch ſein Sohn vor ſeinen Augen hingerich⸗ tet. Wenn gleich ihr Verbrechen ſehr groß geweſen, ſo war es doch eine barbariſche Grauſamkeit, dieſe Moͤrder auf die
eben erwaͤhnte Art zu foltern. Das Volk war jedoch im
hoͤchſten Grad gegen ſie aufgebracht, denn obgleich ſie zu Leb⸗
zeiten des Koͤnigs Jacob manchmal unzufrieden mit ihm ge⸗ 4
weſen, ſo trug doch ſein trauriges Ende und die gute Abſicht,
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die er gegen ſein Volk an den Tag legte, dazu bei, daß er
außerordentlich bedauert wurde. Er beſaß auch viele dem Volk gefaͤllige Eigenſchaften; ſein Angeſicht war ſchoͤn, und
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