Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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105 und ſtarben heldenmuͤthig. Home, Lindſay, Swinton und bei weitem der groſſere Theil der tapfern ſchottiſchen Huͤlfs⸗ truppen blieben auf dem Schlachtfelde.

Der große Graf von Douglas, welcher bei Verneuil ge⸗ blieben, wurde von den ubrigen ſeiner Familie durch den Beinamen Leidensſohn unterſchieden, da er in den bedeu⸗ tenden Schlachten von Hannldon und Shrewsbury geſchlagen wurde und endlich bei Verneuil ſein Leben verlor. Sein Zeitgenoſſe und Nebenbuhler, Georg Graf von March dagegen ſaß ganz im Schoos des Gluͤckes; denn wo er ſich ſchlug, ſey es auf der ſchottiſchen oder engliſchen Seite, ſiegte er jedes⸗ mal. Die ſchwachen Ueberreſte der ſchottiſchen Armee wur⸗ den von Karl von Frankreich als Leibgarde beibehalten; eine Stiftung welche viele Jahre lang fortgeſetzt wurde.

Ich komme nun auf Schottland zuruück, woſeldſt der Re⸗ geut Murdac von Albany durchaus nicht im Stande geweſen die Staatsgeſchaͤfte zu leiten; er konnte nicht einmal ſeine eigenen Soͤhne beaufſichtigen. Sie waren ihrer zwei, beide hochmuͤthige, ausſchweiſende junge Maͤnner, welche weder Gott noch irgend ſonſt jemand, am allerwenigſten aber ihren Vater achteten. Ihr ſchlechtes Betragen ging ſo weit, daß Murdac endlich allen Ernſtes daranf bedacht war, ihm eln Ende zu machen, ja ſogar ſeiner Regierung entſagen und die Befreiung des in enaliſ her zefangenſchaft befladlichen Kö⸗ nigs auswirken wollte. Eine auffallende Unverſchämtheir von Seiten ſeines aͤlteſten Sohnes ſoll ihn zu dieſer Maßregel beſtimmt haben.

In jener Zeit war war das Vogelkangen durch abgerichte⸗ te Falken eine der Hauptbeluſtigungen des Adels. Der Re⸗ gent Murdac beſaß einen olchen palken von vorzuglicher Guͤ⸗

te, der ihm auſſerordentlich werth war. Sein alteſter Sohn,