Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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10⁴ wortete Alexander, der plätlich ſeinen Vorſatz aͤnderte und ſeinen Bruder David zuruckſchickte, um fuͤr ſein Schloß, ſei ne Familie und Beſthungen Sorge zu tragen; dann gieng er mit ſeinem alten Freund nach Frankreich und ſtarb mit ihm in der Schlacht bei Verneuil.

Der Graf von Douglas, der ſeinen militaͤriſchen Ruf laͤngſt gegruͤndet hatte, wurde vom Koͤnig von Frankreick ſehr ehrenvoll empfangen und zum Herzog von Touraine ernannt. Der Graf machte ſich gewoͤhnlich uͤber den Herzog von Bed⸗ fort, damaligen Regenten in Frankreich fuͤr Heinrich VI. lu⸗ ſtis und gab ihm den Uebernamen ohann mit dem bleiernen Schwert. Am 49. Auguſt 1424 ließ der Herzog von Bedfort dem Douglas ſagen, daß er zu ihm kominen und mit ihm zu Mitag eſfen wolle. Douglas faßte

die Abſicht dieſes ihm zugedachten Beſuches wohl auf, und

ließ jenem antworten, er werde willkommen ſeyn. Die Schotten und Franzoſen bereiteten ſich zur Schlacht vor; der Graf von Donglas hielt ihre Stellung für ſehr guͤnſtig und ſchlug deßhalb vor, man ſollte den Angriff der Englander abwarten, anſtatt ihnen entgegenzuruͤcken; aber der franzoͤſi⸗ ſche Graf von Narbonne drang darauf, daß ſie die Englaͤn⸗ der angreifen ſollten ſtatt in der Stellung zu bleiben; er ließ die Franzoſen vorruͤcken und erklarte, es ſey ihm gleichguͤltig, ob die Schotten ſeinem Beiſpiel ſolgen oder nicht. Auf die⸗ ſes hin war natuͤrlich Douglas gensthigt, auch vorzuruͤcken, wobei jedoch die ganze Maſſe in Unordnung gerieth. Inzwi⸗ ſchen waren die engliſchen Bogenſchützen herbeigekommen und⸗ ſchoſſen tuͤchtige Ladungen auf die Franzoſen ab; die uͤbrigen

engliſchen Soldaten griffen in Maſſe an, worauf die verbuͤn⸗

dete Armee eine gaͤnzliche Niederlage erlitt Dauglas und Buchan wichen keinen Angenblick, fochten verzweiſtungsvoll