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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ſprochen hatte, daß er ein Mitglied ſeiner eigenen Familie damit belehnen wolle. Donald ruͤſtete ein Corys von zehn⸗ tauſend Mann aus, lauter tapfere Hochlaͤnder, wie er ſelbſt⸗ fiel im Norden Schottlands ein und kam bis nach Harlaw, ungefaͤhr zehn Meilen von Aberdeen. Hier ſtieß er auf den Grafen von Mar, der ſich an der Spitze einer zwar minder zahlreichen Armre beſand, die aber aus Bewohnern des fla⸗ chen Landes zuſammengeſetzt war, welche beſſer bewaffnet ge⸗ weſen und welche mehr Ordnung hielten, als Donald's Leute. Nun wurde eine verzweifelte Schlacht geliefert, in welcher beide Parteien großen Verluſt exlitten. Auf Donald's Seite fielen auſſer Macintoſh und Maclean, den Haͤuptern der Claus, noch ungefaͤhr taufend Mann. Der Graf von Mar verlor ungefaͤhr fuͤnfhundert tapfere Ritter, unter denen Ogi⸗ loy, Scrymgeour, Irwine von Drum und mehrere andere von hohem Range. Die Hochlaͤnder waren jedoch am ſchlimm⸗ ſten daran, denn ſie mußten nach der Scohͤlacht den Ruͤckzug antreten. Das war uͤbrigens fuͤr Schottland ein großes Gluͤck, denn wenn die Hochlaͤnder, dieſes wilde und barba⸗ riſche Volk, geſſegt haͤtten, ſo wuͤrden ſie einen großen Theil des geſitteten Landes uͤberſtroͤmt haben. Von der Schlacht bei Harlaw ſprach man lange, weil das Schlachtfeld mit ſo ausgezeichneter Tapferkeit ſtreitig gemacht wurde.

Der Regent Albany ſtarb im Jahr 1419. In ſeinem ho⸗ hen Amte folgte ihm ſein Sohn Murdac, Herzog von Albany, welcher weder ſo laſterhaft, noch ſo tugendhaft als ſein Vater zu ſeyn ſchien. Herzog Robert war thaͤtig, verſchlagen, arg⸗ woͤhnnch und wenigſtens in einer Beziehung ſehr verſtaͤndig; der Sohn aber nachſichtigz, faul und nicht ſehr verſtaͤndig, weßhalb er leicht hintergangen werden konnte. Unter die vielen Feh⸗