Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ten, ein boͤsartiger, grauſamer und ehrgeiziger Mann, aber nun gab er ſich alle Muhe gerecht zu ſeyn, und dem Volke keine Stenern aufzulegen...

Das Schloß Jedburgh, welches ſeit der Schlacht von Durham von den Englaͤndern beſetzt war, wurde durch die Bewohner des Teviotthales genommen, und von ihnen der Vorſchlag gemacht, daß das Schloß abgebrochen werden ſolle, damit der Feind hinfuͤhro an der Graͤnze keine Feſtung mehr beſitze. Um den Koſtenaufwand, den die zur Niederreiſſung dieſer großen, ſtarkbeveſtigten Burg geworbenen Leute verur⸗ ſachten, zu beſtreiten, brachte man eine Kopfſteuer von zwei Pfenning in ganz Schottland in Antrag; aber der Regent entſchloß ſich, die noͤthige Summe aus ſeinen eigenen Mit⸗ teln zu bezahlen und ließ bekannt machen, daß er ſeine Re⸗ gierung mit keiner Maßregel beginnen wolle, welche den Ar⸗ men gar zu druͤckend fallen muͤßte.

In mancher anderer Beziehung zeigte Albany eine ſehr ſchlechte Seite ſeines Charakters. Der Tapferkeit konnte er ſich nicht ruͤhmen, welches uͤbrigens in der damaligen Zeit und in ſeiner Familie ſelten der Fall geweſen. Obgleich er in mehrere Kriege mit England verwickelt war, ſo zeichnete er ſich weder in einem derſelben aus, noch konnte er ſich eines durch ihn herbeigefuhrten Erfolges ruͤhmen.

Eine der merkwuͤrdigſten Begebenheiten waͤhrend ſeiner ganzen Regierung iſt die Schlacht bei Harlaw. Sie wurde von einem Fuͤrſten, den man Donald von den Inſeln

hieß, geliefert; er war im Beſitz aller der im Weſten Schott⸗

lands gelegenen Inſeln; er hatte auch auf dem feſten Lande große Beſitzungen und handelte wie ein unabhaͤngiger Monarch.

Dieſer Donald machte im Jahre 1414 auf die damals erledigte Grafſchaft Roß Anſpruch⸗ weil der Regent ausge⸗