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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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den, welche ſich im Lande entſponnen hatten, gehoͤrten auch

die in ſeiner eigenen Familie, die zu Lebzeiten ſeines Vaters mit großer Strenge unterdruͤckt wurden. Unter der Regie⸗ rung Murdac's ereignete ſich nichts Merkwuͤrdiges, aber ge⸗ rade in dieſer Zeit erwarben ſich die Schotten in den Kriegen von Frankreich großen Ruhm.

Ich erwaͤhnte bereits, daß eine Anzahl franzoͤſi ſcher Ritter nach Schottland gekommen war, um den Schotten gegen die Englaͤnder beizuſtehen; nun ſendeten aus Erkenntlichkeit die Schotten ein Corps nach Frankreich, um dem Koͤnig Karl zu helfen. Dieſer ſtund in großer Gefahr durch Heinrich V. von England gaͤnzlich beſiegt zu werden, denn er war auf dem Punkte von dem Koͤnigreich Beſitz zu nehmen und ſich des

Thrones von Frankreich zu bemaͤchtigen. Das nach Frankreich uͤbergeſetzte Corps beſtand nur aus ſechs bis ſiebentauſend

Mann unter dem Commando des Johann Stewart, Grafen von Buchan, zweiter Sohn des Regenten Robert, Herzogs

von Albany. Unter ihm dienten Lindſap, Swinton und meh⸗

rere andere ausgezeichnete Maͤnner. Sie hatten uͤber die Englander, welche damals unter dem Commando des Herzogs von Clarence, Bruder Heinrichs V. ſtanden, einen bedeuten⸗ den Sieg errungen. Als dieſer Fuͤrſt naͤmlich erfahren hatte, daß ein ſchottiſches Corps bei Baugé lagere, argerte er ſich daruͤber, daß die Schotten die Englander nicht nur in ihrem eigenen Lande bekriegen, ſondern auch noch nach Frankreich kommen, um ſie zu beunruhigen, und ordnete einen Eilmarſch an, um ſie zu uͤberfallen. Er nahm die beruͤhmten Bogen⸗ ſchutzen, welche gewoͤhnlich dazu beitrugen, daß die Englaͤn⸗ der ihre Feinde beſtegten, zuruͤck, weil er ſich auf die Schnelligkdit ſeiner Bewegungen verließ und wohl zwnßte⸗ daß

die Schotten in ihrem Lager nicht ſehr wachſam und vorſſchtig