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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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erſchlagen hatte; als Gordon aber jenen Aufruf vernahm und hoͤrte, daß Swinton in dieſer traurigen Lage die Andern zur Tapferkeit ermahne, verlangte er ſelbſt unter ihm kaͤm⸗ pfen zu duͤrfen;denn, ſagte er,es kann mir von keinem geſchickteren Feldherrn oder tapferern Manne dieſe Chre zu Theil werden. Sointon gewaͤhrte dieſe Bitte und beide marſchirten hierauf, von den Ihrigen begleitet, den Hugel hinab, und richteten unter den Englaͤndern kein kleines Blut⸗ bad an; allein da die andern Anfuhrer ſie nicht gehorig un⸗ terſtutzten, ſo wurden ſie bald uberwältigt und zum Theil in Stucke gehauen. Die Schotten verloren ſomit die Schlacht, nachdem ſee eine voͤllige Niederlage erlitten; Douglas wurde verwundet, verlor ein Auge, und ſiel in die Haͤnde der Eng⸗ laͤnder.

Auf dieſe Schlacht folgte eine Reihe von Begebenheiten, welche eher eigentlich die engliſche, als die ſchottiſche Geſchich⸗ te betreffen, die du aber des Zuſammenhanges wegen wiſſen mußt. Der Graf von Northumberland, Vater des Hitzkopfs, hatte gegen Heinrich IV., damals Koͤnig von England, eine Verſchwoͤrung angezettelt. Die Englander ſetzten Douglas, um ihre Streitkraͤfte zu vermehren, in Freiheit, unter der Bedingung, daß er ihnen in dem bevorſtehenden Buͤrgerkrieg Hulfe leiſten ſolle. Dieſem zu Folge kam Douglas mit einem Corps ſeiner Landsleute und pereinigte ſich mit Heinrich Percy, dem Hitzkopfe. Sie marſchirten mit einander nach England und lieferten unfern Shrewsbury den koͤniglichen Truppen eine merkwuͤrdige Schlacht. Da Heinrich IV. per⸗ ſoͤnlich die Seinigen commandirte, ſo trachtete Douglas ihn aufzufinden und dem Kriege dadurch ein Ende zu machen, daß er ihn entweder toͤdten oder gefangen nehmen muͤrde.

, Scott Werte. XCVI. 7