Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Die Unterbrechungen, welche damals bei dem Aufmarſch einer Armee ſtatt fanden, brachten die Englaͤnder in Unordnung; beym Aufgang des Mondes ſahen ſie, daß die Schotten, wel⸗ che unterdeſſen einen Scheinruckzug gemacht hatten, ganz ge⸗ ordnet in Schlachtordnuns aufgeſtellt und ſchlagfertig waren. Die Schlacht begann von beiden Seiten mit groͤßter ditze; denn Percy und Douglas waren die zwei ausgezeichnerſten Soldaten ihrer Zeit, und jede der beiden Armeen ſetzte gro⸗ ßes Vertrauen in den Muth und die Talente ihres Feld⸗ herrn, deren beider Namen ruͤhmlichſt bekannt waren. Die Schotten, an Zahl minder ſtark, fingen an zu weichen; dar⸗ auf ruͤckte Donglas ihr Fuͤhrer, mit ſeiner Fahne vor; ſeine beſten Leute folgten ihm alſogleich. Er ſelbſt rief ſein ge⸗ wohnliches Feldzeſchrei aus:Douglas! ſtuͤrzte dann voran und bahnte ſich mit ſeiner Streitart mitten durch die Feinde einen Weg. Endlich fiel er, nachdem er drei toͤdtliche Wun⸗ den erhalten hatte. Ware ſein Tod bekannt geworden, ſo wuͤrde ohne Zweifel die Schlacht zum Nacktheile der Schotten ausgetallen ſeyn; aber die Englaͤnder erfuhren nur, daß eini⸗ ge brave Soldaten geſallen ſeyen. Inzwiſchen drangen die uͤbrigen ſchortiſchen Edelleute ebenfalls vorwaͤrts, und ſahen ihren Feldherrn mitten unter ſeinen treuen Rittern und Pa⸗ gen erſchlagen daliegen. Ein beherzter Prieſter, ein gewiſſer Wülhelm von North Berwyk, der Caplan des Douglas, be⸗ ſchutzte den Leichnam ſeines Herrn mit einer langen Lanze. Wie ſteht es lieber Vetter? fragte Singlair, der erſte ſchottiſche Ritter, welcher zum Feldherrn hinkam, als er noch verwundet dalag. La Leidlich, antwortete Douglas,aber Dank ſey Gott, meine Ahnen ſtarben auf dem Schlachtfelde, nicht in Lieger⸗ kRaͤtten; ich ſterbe eben ſo, aber laßt ſie nur noch mein Feld⸗