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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Ihr ſollt ſehen, daß unſere Armee nicht brach liegen wird, verſetzte Douglas,und was das gemeine Volk des trifft, ſo iſt mir nicht bange, daß es Pluͤnderung, Hungers⸗ noth und alle andern Uebel, welche der Krieg nach ſich zieht, ausdauern wird, aber wir alle wollen keinen engliſchen Herrn dulden.

Der Erfolg lehrte, daß Douglas wahr geſaat habe. Die große engliſche Armee uͤberſchritt die öſtlichen Greuzen Schott⸗ lands und kam wegen Mangel an Lebensmittel in große Ver⸗ legenheit; ſie vermuſtete Doͤrfer und alles Eigenthum der Schotten, aber ſie fand wenig zu verwuͤſten. Die ſchotti⸗ ſchen Edelleute dagegen fielen, kaum nachdem ſie erfahren, daß die Englaͤnder in Schottland herumziehen, mit einer zahlrei⸗ chen Armee, die hauptſaͤchlich aus leichter Kavallerie, gleich der im Jahr 1327 von Donglas und Randolph angefuͤhrten beſtand, in den weſtlichen Grafſchaften Englands ein, mach⸗ ten daſelbſt auf einem oder zwei Maͤrſchen mehr Beute und ſtifteten mehr Unheil, als die Englaͤnder in Schottland, ſelbſt wenn ſie in der ganzen Gegend von der Grenze bis nach Aber⸗ deen alles verbrannt haͤtten. 7

Die Englaͤnder wurden ſchnell zur Vertheidigung ihres eigenen Landes zuruͤckberufen, und erlitten, obgleich keine Schlacht geliefert wurde, durch die ſchlechten Wege, durch Mangel an Futter und Lebensmittel und ahnliche Urſachen einen empfindlichen Verluſt an Leuten und Pferden; waͤhrend die Schatten in einem weit reicheren Lande, als dem ihrigen, gute Nahrung fanden und ſich reichlich mit Beute beladen hatten. Dieſe weiſe Vertheidigungsart wurde von Bruce ſei⸗ nen Nachkommen als die einzige zur Vertheidigung ihrer Greazen anwendbare empfohlen,

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