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Ritter erſchlagen,“ ſagte Douglas,„wenn man ihm nicht
gleich zu Huͤlfe kommt.“ Zugleich ſprengte er zu deſſen Be⸗ freiung herbei, wurde aber ſogleich ſelbſt von vielen Mauren umringt. Als er ſah, daß er dicht vom Feind umgeben ſey, und ihm kein Ausweg zum Durchkommen bleibe, nahm er Bruce's Herz von ſeinem Halſe ab und ſprach gerade als haͤt⸗ te er den noch lebenden Koͤnig vor ſich:„Geh voran in die
„Schlacht, wie Du es immer gewohnt warſt und Douglas
„wird dir ſolgen oder ſterben.“ Dabei warf er des Koͤnigs Herz mitten in die Feinde, und ſo wie er auf die Stelle losſtürzte, wo es hingefallen war, wurde er erſchlagen. Sein Leichnam Kurde auf der ſilbernen Kapſel liegend geſunden, woraus hervorgeht, daß ſein letztes Beſtreben noch dahin gieng, Bruce's Herz zu vertheidigen.
Dieſer gute Lord Douglas war einer der beſten Solda⸗ ten die je lebten. Man ſagt ihm nach, er habe ſiebenzig Schlachten mitgemacht, wovon er 13 verloren und 57 gewon⸗ nen. Die Englaͤnder beſchuldigten ihn der Grauſamkeit; be⸗ ſonders ſagen ſie, er habe einen ſolchen Haß auf die engliſchen Bogenſchuͤtzen geworfen, daß wenn er einen gefangen genom⸗ men, ſolchen nicht fruͤher wieder entlaſſen, dis er ihm ent⸗ weder das rechte Auge ansgeſtochen, oder den Zeigfinger an der rechten Hand abgehauen habe. Douglaſens Speiſekam⸗
mer ſcheint ebenfalls eine Geſchichte ſehr grauſamen Inhalts
zu ſeyn; aber der Haß zwiſchen den zwei benachbarten Laͤn⸗ dern war damals auf einen ſehr hohen Grad geſtiegen, und Lord Jacob war hauptſaͤchlich uͤber den Tod ſeines treuen Dieners Thomas Dickſon aufgebracht; gewoͤhnlich behandelte er uͤbrigens ſeine Gefangenen nicht hart, ſondern war ſehr guͤtig gegen ſie. Die ſchottiſchen Geſchichtſchreiber ſchildern den guten Lord Jacob als einen Mann, welcher niemals durch


