27 9* Koͤnig Robert Bruce zu ſchaͤtzen wiſſen, den Entſchluß faßten, ſein Herz bis nach Jeruſalem zu begleiten. Es ware ubri⸗ gens fuͤr Schottland weit beſſer geweſen, wenn Douglas und ſie zu Vertheidigung ihres eigenen Landes zu Hauſe geblieben waͤren, denn bald nachher vermißte man ihren Beiſtand ſehr.
Douglas erreichte das Ziel ſeiner Reiſe nicht. Auf ſei⸗ nem Zuge nach Palaͤſtina landete er in Spanien, woſelbſt der Saracenentoͤnig oder Sultan von Granada, Osmin, das Koͤnigreich des Alphonſo, des Koͤnigs von Spanien und Ka⸗ ſtilien, einen Einfall gemacht hatte. König Alphonſo empfing Douglas mit auſſerordentlich vieler Auszeichnung, und das Volk ſtroͤmte von allen Seiten herbei, um den großen Hel⸗ den zu ſehen, deſſen Ruhm die ganze Chriſtenwelt durchdrun⸗ gen hatte. Es koſtete den Koͤnig Alphonſo nicht viel Muͤhe Douglas zu uͤberreden, daß er der chriſtlichen Sache einen guten Dienſt erweiſen wuͤrde, wenn er ihm beiſtehen wollte, die Saracenen aus Granada zu vertreiben, ehe er ſeine Rei⸗ ſe nach Jeruſam fortſetze. In Folge deſſen lieferte Douglas mit ſeinen Leuten dem Osmin eine bedeutende Schlacht; ſie hatten nicht viel Schwierigkeiten zu uͤberwinden, um die ih⸗ nen gegenuͤberſtehenden Saracenen zu ſchlagen. Da die Schotten aber die Fechtart der morgenlaͤndiſchen Reiterei nicht kannten, ſo verfolgten ſie ſolche zu weit, und ſobald die Mauren ſahen, daß ſolche zerſtreut und von einander ge⸗ trennt ſeyen, kehrten ſie vloͤtzlich um, riefen ihr Feldgeſchrei Allah, illah, allah! laut aus, und umringten diejenigen der ſchottiſchen Ritter, welche ſich zu weit vorgewagt haben.
In dieſem neuen Scharmuͤtzel ſah Douglas den Sir Wil⸗ helm St. Clair von Roslyn verzweiflungsvoll ſich wehren, die Mauren hatten ihn umzingelt, und hieben mit ihren Saͤbeln auf ihn ein.„Wahrhaftig, dort wird ein wackerer


