Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Miſßgeſchick gebeugt, oder durch Beguͤnſtigung des Gluͤcks

aufgeblaſen worden waͤre. Sie ſagen, daß er in Friedenszei⸗ ten beſcheiden und gut geweſen ſey, im Kriege aber eine ganz andere Gemuͤthsſtimmung gehabt habe. Er war ſchlank, ſtark, ſchon gewachſen und hatte eine ſchwarze Geſichtsfarbe und ſchwarze Haare, weßhalb er auch der ſchwarze Douglas

genannt wurde. In den vielen Schlachten, die er mitmachte,

wurde er nicht ein einzigesmal im Geſicht verwundet. Ein tapferer ſpaniſcher Ritter vom Hoſe des Koͤnigs Alphonſo deſſen Geſicht durch die Saͤbelhiebe der Mauren ordentlich gezeichnet wurde, druͤckte laut ſeine Verwunderung daruͤber aus, daß Dauglaſens Geſicht nicht mit Wunden bedeckt ſey. Douglas verſetzte ganz beſcheiden darauf, wie er Gott nicht genug dafuͤr danken koͤnne, daß er ihm ſeine Haͤnde bewahrt und ſein Geſicht beſchuͤtzt habe.

In der Schlacht in welcher Douglas ſelbſt blieb, fielen eine Menge ſeiner Leute. Die uͤbrigen wollten ihre Reiſe nach Palaͤſtina nicht fortſetzen, ſondern entſchloſſen ſich nach Schottland zuruͤckzukehren.

Nach des guten Lord Donglas Tod fuͤhrte deſſen Familie ein blutiges Herz mit einer Krone darauf auf ihrem Schilde, zum ewigen Andenken an ſeinen mit des Koͤnigs Robert Bruce's Herz nach Spanien unternommenen Zug. Damals brachte man dergleichen Sinnbilder auf den Schilden an, daß

uman in der Schlacht erkannt werden ſolle, weil die Helme

das Geſicht verbargen; und nunſeit man ſich ſolcher Waffen im Kriege nicht mehr bedient, werden dieſe Deviſen(wie man ſie zu nennen pflegt) der betreſfenden Familie auf ihre Wappen geſtochen oder auf ihren Wagen angebracht.

So erhielt z. B. einer der tapferen Ritter von der Be⸗ gleitung des Lord Douglas, Sir Simon Lockhard von Lee,